Nachgefragt: Uli Hoeneß wieder in JVA Landsberg?

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Der frühere Präsident des FC Bayern Uli Hoeneß
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Landsberg - Die Gerüchteküche um Uli Hoeneß kocht wieder: Ist es wahr, dass er in einer Klinik behandelt werden musste? Stimmt es, dass er sofort nach einer OP zurück in die JVA musste?

Wie die "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) berichtet, soll der frühere Präsident des FC Bayern Uli Hoeneß noch von der Narkose benommen gewesen sein, als die Justizbeamten ihn zur Rückkehr in die JVA Landsberg aufgefordert haben. Sein eigentlich bis Sonntag geplanter Aufenthalt nach einem Routine-Eingriff am Herzen wurde abrupt abgebrochen. Nach "Bild"-Informationen hat das bayerische Justizministerium den vorzeitigen Rücktransport von Uli Hoeneß angeordnet - und zwar nur eine Stunde, nachdem dieser aus der Narkose erwacht war. Warum das Ministerium sich zu diesem unerwarteten Schritt entschlossen hat, bleibt unklar. "Wir kommentieren den Fall Hoeneß grundsätzlich nicht“, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums Nachfrage der Boulevardzeitung.

Wie das Blatt zuvor berichtet hatte, wurde Hoeneß am Montag in die Spezialklinik nach Berg am Starnberger See verlegt. Dort sollte der 62-Jährige am Dienstag von Dr. Jürgen Pache untersucht werden. Der Mediziner ist Chefarzt der Kardiologie, der Fachabteilung für Erkrankungen am Herzen. Laut Medienberichten soll es sich um einen eher harmlosen Routine-Eingriff gehandelt haben. Die Behandlung von Hoeneß war wohl schon seit Längerem geplant.

Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, sitzt seit Anfang Juni 2014 wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. Das Münchner Landgericht hatte ihn am 13. März zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Fußball-Manager und Unternehmer hatte dem Fiskus über 28 Millionen Euro Steuern vorenthalten.

Rosenheim24.de hat nachgefragt

Hannes Hedke, Ministerialrat und Pressesprecher des Bayerischen Staatministeriums der Justiz wollte den Klinikaufenthalt von Uli Hoeneß weder bestätigen noch dementieren. "Uli Hoeneß hat Persönlichkeitsrechte wie jeder andere auch, die von uns unbedingt gewahrt werden müssen", erklärt er seine Verschwiegenheit.

Auch in der "Schön Klinik" am Starnberger See, in der Uli Hoeneß kurzzeitig behandelt worden sein soll, hüllt man sich in Schweigen. Die dortige Pressestelle kommentiert Nachfragen mit den Worten "wir kommentieren nichts".

Auch Dr. Harald Eichinger, stellvertretender Leiter der JVA Landsberg, beurft sich auf Datenschutz, der Uli Hoeneß zu Gute kommen soll.

Ein Klinikaufenthalt von Uli Hoeneß bleibt somit unbestätigt. Ob der ehemalige Präsident des FC Bayern bereits eine Stunde nach Aufwachen aus der Narkose aus der Schön Klinik entlassen wurde, ebenfalls.

Quellen: tz.de/BILD.de/eigene Recherchen

Quelle: rosenheim24.de

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