Hoffnung auf Biergarten am Innspitz

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Zwischen Hammerbach und Mangfall (linkes Bilddrittel) wird etwa bis Pfingsten an der Rathausstraße die Arche als Café und Blumenladen aufgebaut, daneben ist ein Minigolfplatz vorgesehen.

Rosenheim - Die Hoffnungen auf einen Biergarten am Innspitz müssen vorerst nicht aufgegeben werden: Der Freistaat wird innerhalb der nächsten zwei Jahren eine Entscheidung treffen.

Die Rosenheimer müssen die Hoffnung auf einen Biergarten am Innspitz nicht aufgeben. Innerhalb der nächsten zwei Jahre entscheidet der Freistaat, ob die Straßenmeisterei des Staatlichen Straßenbauamtes verlagert werden soll. Ist dies der Fall, wäre Platz für Gastronomie zwischen Inn und Mangfall.

Welche Möglichkeiten das ehemalige Landesgartenschaugelände jetzt schon bietet und was in Zukunft dort geschieht, war gestern Thema eines Rundgangs über das Gelände. Baudezernent Helmut Cybulska erläuterte die Planungen am Mühlbachbogen. Gewerbebetriebe sind dort wichtig als Puffer zwischen der zukünftigen Wohnbebauung und den bestehenden fleischverarbeitenden Betrieben – für sie beginnt der Arbeitstag morgens um 4 Uhr mit der Anlieferung frischer Ware und entsprechenden Geräuschen. Ein Softwareunternehmen hat bereits wegen des „Kreativmilieus im Alststadtbezirk“ Interesse an einer Ansiedelung bekundet. Geplant sind 30 bis 40 Wohnungen, ein Lebensmittelmarkt für die Nahversorgung und eine Kinderkrippe in einem vor allem mit Fußwegen gut erschlossenen Gebiet. Noch vor der Sommerpause soll der Stadtrat die endgültigen Weichen stellen.

Im Mangfallpark Süd sollte eigentlich dort, wo der „Blütenfluss“ während der Landesgartenschau die Besucher verzauberte, schon neuer Rasen gewachsen sein. Doch wie überall, leidet auch dort die Natur unter der Trockenheit. Bauhofchef Werner Öckler bereiten außerdem einige massive Kleepolster auf nachgesätem Rasen im Mangfallpark Sorge. „Klee auf Liegewiese, das geht gar nicht. Klee zieht Bienen an, und das ist nicht angenehm für Familien, vor allem nicht für Kleinkinder“. Auf jeden Fall müsse rasch gemäht werden.

Möglicherweise noch in diesem Jahr wird die Rothenfußer-Stiftung mit dem Bau zweier Wohnhäuser zwischen Ellmaierstraße und Ichikawa-Platz beginnen, als Domizil für an Demenz Erkrankte im frühen Stadium, die in Wohngruppen zusammenleben werden. In ein weiteres Gebäude an dieser Stelle zieht die gesamte Verwaltung des Klinikums ein. Dort soll auch ein Café oder eine Eisdiele mit Toilettenanlagen entstehen. Der Pächter könnte auch den geplanten Kiosk an den Innterrassen betreiben, für den sich bisher kein Interessent gefunden hat. „Der Lebensunterhalt lässt sich allein mit einem nur tagsüber geöffneten Kiosk nicht verdienen, aber vielleicht ist die Kombination mit dem Café machbar“, meint Helmut Cybulska.

Der Turm am Innspitz ist abgebaut. Geblieben ist eine kleine Fläche für ruhige Veranstaltungen neben dem Gelände der Straßenmeisterei. Eine von zwei Hallen müsste grundlegend saniert werden. Geschieht dies, wäre der Standort auf lange Zeit verfestigt. Die Stadt führt schon längere Zeit Gespräche über eine Verlagerung, zumal ein Umzug an den Stadtrand oder in den Landkreis keine negativen Folgen für die Einrichtung hätte: Das Einsatzgebiet der Straßenmeisterei liegt ohnehin nur im Landkreis. Auch Wohnbebauung wäre aus Sicht des Baudezernenten an dieser Stelle denkbar.

Der Umzug der Kirchenarche aus dem Auwald an der Mangfall an die Rathausstraße gegenüber der Briançonstraße ist im Gange. Etwa ab Pfingsten werden dort ein vom Diakonischen Werk geführter Beschäftigungsbetrieb mit Café – also auch Toiletten – und Blumenladen zu finden sein, daneben eine Minigolf-Anlage.

Auch kulturell soll Rosenheim noch lange von der Landesgartenschau profitieren. Wo früher die WV-Bühne stand, findet heuer das erste Rosenheimer Sommerfestival statt. Über die Fortführung in den nächsten Jahren entscheidet der Stadtrat. Für 2014 kündigt Christian Ehinger, Leiter des Stadtmarketing, „eine großartige Feier“ an. Dann feiert Rosenheim 150 Jahre Stadterhebung.

Sommerfestival

Das erste Rosenheimer Sommerfestival im Mangfallpark dauert neun Tage. Von Samstag, 16., bis Sonntag, 24. Juli, soll mit einer breiten Palette von Veranstaltungen die heitere Atmosphäre der Landesgartenschau wieder aufleben, zum großen Teil bei freiem Eintritt.

Ein übertragbarer Festivalpass für 50 Euro berechtigt zum Eintritt bei der Venezianischen Opernnacht am 19. Juli, bei Mathias Kellner & Band The Road Sessions und Rockstar Stefan Dettl am 20. Juli, Christina Stürmer am 21. Juli, Blues Blosn, Revivalband The Magic of Queen mit Feuerwerk am 22. Juli und für Chiemsee-Cowboys und das Nockalm-Quintett am 24. Juli.

Die Karten gibt es bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling sowie in der OVB-Geschäftsstelle in Rosenheim. Tageskarten werden ab dem 1. Juli verkauft.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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