HPZ-Ballone flogen weit

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Gleich elf HPZ-Luftballone mit den anhängenden Karten fand ein Wanderer im Höllengebirge und schickte sie mit einer Fundortskizze an das Heilpädagogische Zentrum zurück.

Rosenheim – Ein Wanderer im Höllengebirge im Salzkammergut staunte nicht schlecht, als er Anfang Dezember in dem unwegsamen Gelände in kurzen Abständen gleich elf Postkarten mit bunten Kinderhänden fand.

Sie waren bei der Einweihung des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) am 12. November in den Himmel gestiegen. Alle Kinder und Jugendlichen, welche die Tagesstätte und Förderschule besuchen, hatten Karten mit ihrem Namen an die Luftballone gehängt. Bunte Abdrucke von Kinderhänden zierten die Vorderseite der Karte.

Über 450 Kilometer zurückgelegt

Am weitesten flog ein Ballon, dessen Karte aus Pecarovci, einer kleinen slowenischen Gemeinde an der Grenze zu Ungarn, zurückgeschickt wurde. Er legte mehr als 450 Kilometer zurück.

42 von 200 Karten kamen zurück

Insgesamt kamen 42 Karten der insgesamt 200 Ballone an die Caritas zurück. Offensichtlich wehte am Tag der Einweihung der Wind geradewegs aus Westen, denn die meisten Rückmeldungen kamen aus dem Salzkammergut mit Fundorten rund um Attersee, Mondsee und Wallersee. Alle Finder erhielten eine Festschrift zur Einweihung des Heilpädagogischen Zentrums. Die Absender wie auch Finder der drei am weitesten geflogenen Ballone wurden mit Geschenken aus dem Caritas-Shop, wie Rucksack, Taschenlampe und Softball, belohnt.

"Unsere Kinder sind sehr stolz, dass ihre Ballone so weit geflogen sind", sagt Theresia Leisering, Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte. Viele Rückmeldungen seien mit netten Briefen an die Kinder oder guten Wünschen für die Einrichtung versehen worden. Der Wanderer im Höllengebirge hat sogar auf einer Skizze den Fundort detailgetreu eingezeichnet.

Der Neubau des Heilpädagogischen Zentrums war am 12. November mit einem Festakt mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und dem Bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, offiziell eröffnet worden (wir berichteten). Zu Beginn des anschließenden Kinderfestes ließen die Schülerinnen und Schüler des HPZ die Luftballone steigen.

Die Philipp-Neri-Schule und die Klara-von-Assisi-Tagesstätte bieten in den neuen Räumen 200 geistig und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen optimale Bedingungen für eine bedarfsgerechte Förderung. In der letzten Januarwoche werden die Klassen in die neuen Räume umziehen und die Tagesstätte ihren Betrieb aufnehmen.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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