Für Hubertusstraße kein Flüsterasphalt

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Rosenheim - Kein "Flüsterasphalt" für die Hubertusstraße: Nachdem zunächst Zweifel daran bestanden, ob der Belag für innerstädtische Strecken geeignet ist, kommen nun Schäden in München ins Spiel.

Darauf weis das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hin. In München sind an dem lärmmindernden Belag sogenannte Kornausbrüche aufgetreten. Gutachter haben festgestellt, dass die Oberfläche den Kräften abbiegender Lkw nicht standgehalten hat. Die Förderstelle der Regierung von Oberbayern kommentiert, dass damit bisherigen Aussagen in der Fachliteratur widersprochen wird, wonach lärmmindernde Beläge auch innerorts problemlos angewendet werden könnten.

Das Ministerium hat den Kommunen empfohlen, stark belastete Kreuzungsbereiche künftig nicht mehr mit "Flüsterasphalt" zu versehen, sondern herkömmliche Splittmastixbeläge zu verwenden.

Eine Mischung von unterschiedlichen Belägen auf kurzen Streckenabschnitten sei technisch schwierig herzustellen und letztlich auch nicht wirtschaftlich, heißt es dazu aus dem Rosenheimer Tiefbauamt. Der Belag der Hubertusstraße soll zwischen der Prinzregenten- und Wrede-/Schützenstraße (Agip-Tankstelle) im nächsten Jahr erneuert werden.

Der Ausbau an der Hubertusstraße

Der Verkehrsausschuss hatte Bereitschaft signalisiert, zugunsten der lärmgeplagten Anlieger den um rund 60.000 Euro teureren Belag zu aufbringen zu lassen. Tiefbauamtschef Hans-Joachim Stein hatte sich von Anfang an skeptisch gezeigt. Er geht davon aus, dass schon mit dem normalen Ausbau für 1,3 Millionen Euro eine deutliche Verbesserung erreicht wird. Es sei geradezu unverantwortlich, für einen Belag, der eine kaum wahrnehmbare Lärmminderung mit sich bringe, Geld auszugeben.

Enttäuscht zeigte sich SPD-Stadtrat Robert Metzger. Er wünschte weitere Vergleiche. Dafür ging ihn der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann hart an: "Es ist ja Ihr gutes Recht, alles in Zweifel zu ziehen, dann ziehen Sie bitte auch unnütze Ausgaben in Zweifel. Ein Flüsterasphalt, der nichts taugt, wäre Verschwendung von Steuergeldern."

Zum Schluss sprach sich der Ausschuss für den normalen Mastixbelag aus. CSU-Stadtrat Wolfgang Bergmüller tröstete: "So kommen auf die Anwohner zumindest weniger Kosten zu."

Quelle: rosenheim24.de

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