Aufregung über "Hundekot-Steuer"

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Rosenheim - Eigentlich eine ganz normale Meldung: Im Januar erhebt die Stadt die jährliche Hundesteuer. Daraus ergab sich aber eine aufgeregte Diskussion unserer User:

Auf unserer facebook-Seite und hier auf rosenheim24.de sorgte das Thema Hundesteuer in Rosenheim am Donnerstagvormittag für eine hitzige Diskussion. Auslöser war der Kommentar unserer Userin "jolante" unter dem Artikel "Hundesteuer wird im Januar fällig"

Sie kommentierte den Artikel mit diesen Worten: "Hundesteuer ist sowieso eine Frechheit! Eigentlich sollte man dagegen klagen! Solange ich diese Knebelsteuer zahlen soll, scheißt mein Hund auch dahin, wo er will! so einfach ist das."

Hundesteuer in Rosenheim:

Am 15. Januar wird die Hundesteuer für 2012 fällig. Die Steuer beträgt 40 Euro pro Hund.

Wer einen über vier Monate alten Hund im Stadtgebiet hält, muss diesen anmelden.

Auf facebook gab es sowohl zustimmende als auch empörte Reaktionen. Einige fragten auch, warum es eine Hundesteuer gibt, aber keine Steuer für Katzen. Wir haben einige User-Kommentare ausgewählt:

Empörung über "jolantes" Meinung

Der überwiegende Teil der User zeigten sich empört über "jolantes" Einstellung. Florian F. hinterfragte die Logik von "jolantes"-Kommentar: "Ich bezahle Kfz-Steuer also darf mein Auto so viel Öl verlieren wie es will... Was ist das bitte für eine Argumentation?"

User "brauchmaned" konterte: "Genau wegen solchen egoistischen Hundehaltern (...) hat diese Hundesteuer schon ihre Dasseinsberechtigung".

Was passiert mit den Steuereinnahmen

Von einigen Usern wurde aber auch der Sinn der Abgabe hinterfragt. Wird damit tatsächlich auch in eine bessere Infrastruktur für Hundehalter investiert?

Rene B. kommentiert in diesem Sinn ironisch: "Die Hundesteuer wird bezahlt, was wird damit gemacht? Für sinnvolle Dinge ausgegeben, wie: Parkverbotsschilder! Und eventuell alle 3 Jahre wird mal der Kottütenspender in diversen Parks aufgefüllt..."

Hundesteuer eine Kotsteuer?

Steffi S. "outete" sich auf facebook als Nicht-Hundebesitzerin, zeigte aber trotzdem Verständnis für den Unmut einiger Hundesteuerzahler: "Wir zahlen alle brav unsere Müllgebühr damit eine Abholung der Tonne durch die Müllabfuhr erfolgt...Hundesteuer wird dafür erhoben, da den Gemeinden durch die Tiere (Hundekot etc.) ein Mehraufwand an Säuberung entsteht...müsste ich meinen Müll trotz Müllgebühr selbst entsorgen würde ich mich weigern die Müllgebühr zu zahlen...und genauso sehen das die Hundebesitzer, also für mich absolut nachvollziehbar" 

Zu bedenken gab "m-jey", dass das Kot-Problem auch ein anderes beliebtes Haustier betrifft: "jede einzelne katze scheißt überall hin und dafür zahlt kein schwein!"

Hundeführerschein statt Hundesteuer

"Wilde Kaiserin" schlägt statt der Steuerabgabe eine (kostenpflichtige) Prüfung für alle Hundebesitzer vor: "Ich fände es besser, wenn man die Steuer abschaffte und dafür einen Hundeführerschein haben müsste, um sich einen Hund halten zu dürfen. Wie manche Menschen mit ihren Tieren umgehen, da blutet mein Herz."

Ähnlich sieht es Marianne K., die einen alternativen Einsatz der Gelder vorschlägt: "Mit der Steuer könnte man ruhig öfter kontrollieren, ob die Tiere richtig gehalten werden und die Besitzer überhaupt geistig in der Lage sind mit den Tieren und den Mitmenschen respektvoll umzugehen."

Auf unserer facebook-Seite werden die User immer aktuell über die Themen und Diskussionen in Stadt und Landkreis Rosenheim informiert.

Zusammenstellung: mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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