Lungenkrebs: Husten oft erstes Symptom!

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v. l.: Prof. Dr. Peter Wagner (Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie), Prof. Dr. Rudolf Huber (Leiter der Pneumologie, Medizinische Klinik-Innenstadt, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München), Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser (Chefarzt der Medizinischen Klinik III), Dr. Peter Stoll (Stv. Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim), Oberarzt Dr. Johannes Müller (Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie), Ltd. Oberarzt Dr. Georg Lueg (Medizinische Klinik III), Facharzt Axel Huwe (Leiter PET-CT Diagnostik des Medizinischen Versorgungszentrums für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim)

Rosenheim - Lungenkrebs ist bei Männern die erste und bei Frauen die dritthäufigste Krebstodesursache. Derzeitigen Schätzungen zufolge ist mit knapp 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr zu rechnen.

Zum großen Bedauern der Mediziner, wird Lungenkrebs in zwei von drei Fällen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Warum ist das so? Zunächst liegt das einfach daran, dass die Krankheit anfangs so gut wie keine Beschwerden verursacht. „Das häufigste Erstsymptom ist oft der Husten. Dauert ein Husten insbesondere mehrere Wochen an oder verändert sich die Art und Weise des Hustens bzw. ist plötzlich ,irgendwie anders’, so gehört dies unbedingt medizinisch abgeklärt“, so der Chefarzt der Medizinischen Klinik III (Pneumologie) Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser, der Initiator des Ersten Rosenheimer Lungenkrebssymposiums. Weitere Symptome können Gewichtsverlust und Atemnot oder Brustschmerzen sein. Betroffene nehmen diese Anzeichen jedoch oft nicht ernst und verschenken so wertvolle Zeit – ein möglicherweise fataler Fehler!

Seit wenigen Jahren bestehen mit modernen, zielgerichteten Medikamenten und der individualisierten Behandlung verbesserte Therapiemöglichkeiten. Darüber hinaus stehen auch neue bronchoskopische Verfahren (z. B. endobronchialer Ultraschall) oder auch das PET-CT (das ist ein nuklearmedizinisches bildgebendes Untersuchungsverfahren mit einer Computertomographie) zur Verfügung, die auch alle am RoMed Klinikum Rosenheim vorgehalten werden. Allerdings ist die Diagnostik und Therapie des Lungenkarzinoms in den letzten Jahren dadurch insgesamt deutlich anspruchsvoller geworden und erfordert ein Zusammenspiel vieler Fachrichtungen.

Um die best mögliche Versorgung nach den Qualitätskriterien der deutschen Gesellschaft für Pneumologie und der deutschen Krebsgesellschaft zu gewährleisten steht am RoMed Klinikum Rosenheim mit dem Lungenzentrum ein spezialisiertes, hochprofessionelles Team aus Lungenärzten, Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmedizinern, Radiologen und Pathologen zur Verfügung, die auch eng mit den niedergelassenen Ärzten kooperieren. Hierzu erfolgte im Rahmen des Ersten Rosenheimer Lungenkrebssymposiums ein Erfahrungsaustausch; darüber hinaus wurde der aktuelle Stand der Diagnostik und Therapie des Lungenkrebses von den verschiedenen Experten referiert.

Ziel dieser Veranstaltung ist dabei in erster Linie die nach wie vor schlechte Prognose des Lungenkarzinoms auch für die gesamte Region Rosenheim zu verbessern. Die Quintessenz des Symposiums ist: Immerhin konnten durch den multimodalen Ansatz bereits Fortschritte hinsichtlich Lebensqualität und Überleben erzielt werden.

Pressemitteilung RoMed Kliniken

Quelle: rosenheim24.de

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