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Vorsicht: Gefährliche Kracher im Umlauf!

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In Sachen Pyrotechnik ist prinzipiell Vorsicht geboten. Tests wie hier mit einem Schweinehuf sollen abschrecken und die oft unkontrollierte Explosionsgewalt von Silvesterkrachern veranschaulichen.

Landkreis - Wie die Bundesanstalt für Materialprüfung jetzt mitteilte, sind gefährliche Feuerwerksbatterien im Umlauf. Es wird ausdrücklich vor der Verwendung folgender Batterien gewarnt:

Warnung des bayerischen Sozialministeriums:

Nach einer Mitteilung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) wurden im Großhandel Feuerwerksbatterien vorgefunden, deren Anzündvorrichtung gegen die Bestimmungen der einschlägigen Norm verstößt.

Es handelt sich um die Feuerwerksbatterien

  • Solar“ und „Solaris“ des Herstellers Jorge (jeweils mit der Registriernummer 1395-F2-0003/2009 und der Identifikationsnummer BAM-F2-0163) sowie die Feuerwerksbatterie
  • Knock Out", (Registriernummer: 0336-F2-27410, Identifikationsnummer: BAM-F2-0308) des Herstellers Lesli.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der BAM unter www.bam.de.

Die Bayerische Gewerbeaufsicht ist im Rahmen ihrer Kontrollaktion zum Pyrotechnikverkauf vor Sylvester bereits bei den einschlägigen Händlern und Großhändlern unterwegs, um den Verkauf der genannten Feuerwerksbatterien zu unterbinden. Obwohl die fraglichen Feuerwerksbatterien vor allem in Norddeutschland vertrieben wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass solche Feuerwerksbatterien auch an bayerische Endverbraucher abgegeben wurden. Vor der Verwendung wird gewarnt. Bei Fragen können Sie sich an die Gewerbeaufsichtsämter der Regierungen wenden.

Warnung des bayerischen Landeskriminalamtes:

In diesem Jahr ist der Verkauf pyrotechnischer Artikel für das Silvesterfeuerwerk ab Donnerstag, 29.12.2011, erlaubt. Die Feuerwerksartikel dürfen jedoch nur am 31.12.2011 und 01.01.2012 abgebrannt werden.

Doch Vorsicht! Zunehmend stellen die Sicherheitsbehörden in Bayern die Einfuhr, den Handel und die Verwendung illegaler Pyrotechnik fest. Da diese Artikel, vor allem aus dem östlichen Ausland, in aller Regel keine Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) oder einer anderen nationalen Zertifizierungsstelle haben, machen sich sowohl der Importeur als auch der Besitzer strafbar. In und für Deutschland zugelassene pyrotechnische Artikel erkennt man an einer aufgedruckten BAM-Nummer bzw. einer CE-Zertifizierungsnummer. Da kann die vermeintlich kostengünstige Einfuhr von pyrotechnischen Artikeln aus dem Ausland im Nachhinein sehr teuer werden. Der Umgang mit nicht von der BAM oder anderen nationalen Zertifizierungsstellen zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen, stellt nämlich in Deutschland ein Vergehen nach dem Sprengstoffgesetz dar.

Pyrotechnische Gegenstände werden je nach Verwendungszweck und Gefährlichkeit in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die in Deutschland handelsüblichen pyrotechnischen Gegenstände für Silvester sind in die Kategorie II, frei ab 18 Jahren, eingestuft. Nur das so genannte Kleinstfeuerwerk der Kategorie I, z.B.: Knallerbsen oder Wunderkerzen, darf von Personen ab 12 Jahren erworben werden. Strafbar macht sich übrigens auch, wer Feuerwerk der Kategorie II an Personen unter 18 Jahren weitergibt.

Pyrotechnik der Kategorie III und IV (Mittel- und Grossfeuerwerk) ist ausschließlich Inhabern entsprechender sprengstoffrechtlicher Erlaubnisse vorbehalten, auch wenn diese Pyrotechnik auf den freien Märkten im benachbarten Ausland zu günstigen Konditionen frei erhältlich ist. Selbst eine vorhandene CE-Zertifizierung für Kategorie III Feuerwerk auf ausländischen pyrotechnischen Gegenständen schützt nicht vor Strafe. Mittelfeuerwerk, Kategorie III, ist in vielen europäischen Ländern für Personen über 18 Jahren frei verkäuflich, nicht jedoch in Deutschland.

Die Gefährlichkeit von in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik liegt vor allem in dem verwendeten Explosivstoffinhalt. So stellten die Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) bei sichergestellten pyrotechnischen Gegenständen ohne CE-Zertifizierung oder BAM-Zulassung fest, dass als Explosivstoff Blitzknallsätze auf Chloratbasis mit Metallpulverbeimengung verwendet werden. Eine Verwendung von sog. Blitz-Knallsätzen ist bei Pyrotechnik der Kategorie I und II jedoch verboten. Die Gefährlichkeit dieser pyrotechnischen Gegenstände begründet sich jedoch nicht nur in der verwendeten Explosivstoffmischung, sondern auch in der Art ihres Aufbaus, wie dies eben auch bei einem besonders gefährlichen Kracher der Fall ist, dem „LA BOMBA“.

Das Bayerische Landeskriminalamt weist vor allem auf die gesundheitlichen Schäden hin, die immer wieder beim Umgang vor allem mit illegalen Böllern und Krachern auftreten. Doch der leichtsinnige und oft auch unsachgemäße Umgang mit Feuerwerksartikeln ganz allgemein führt leider immer wieder zu erheblichen Sach- und vor allem Personenschäden. Personen werden meistens im Gesicht und dort vor allem an den Augen, aber auch an Händen und Unterarmen verletzt. In vielen Fällen führen diese oft schweren Verletzungen zu lebenslangen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Beim Kauf sollte man daher unbedingt auf die BAM-Zulassung bzw. CE-Zertifizierung und die entsprechende Einstufung achten, diese muss auf allen pyrotechnischen Produkten aufgedruckt sein.

Im Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen gibt es einige wichtige Verhaltensregeln, die man beherzigen sollte:

  • Feuerwerkskörper nur nach Gebrauchsanwendung abbrennen!
  • Feuerwerkskörper nie in den Taschen der Kleidung aufbewahren!
  • Wenn Feuerwerkskörper versagen, liegen lassen und nicht nochmals zünden!
  • Nie versuchen, Feuerwerk selbst zu basteln!

Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes

Quelle: rosenheim24.de

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