Jugend forscht: Landeswettbewerb in München

München -  In drei Wochen startet der Landeswettbewerb "Jugend forscht" im Deutschen Museum. Die meisten Teilnehmer kommen aus der Landeshaupstadt.

Die Wettbewerbe Jugend forscht und Schüler experimentieren schreiben 2012 Rekordzahlen. Insgesamt 10.914 Schüler und Auszubildende aus ganz Deutschland haben sich mit Forschungsprojekten in diesem Jahr angemeldet – so viele wie nie zuvor. Die meisten Anmeldungen kamen aus Bayern. Europas größter Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler geht nach Abschluss der Regionalwettbewerbe nun in die zweite Stufe, die Landeswettbewerbe. In Bayern haben sich die Jugendlichen unter anderem mit Projekten wie der Optimierung von Holundersekt, der Konstruktion einer thermoelektrischen Stirnlampe und dem Bau eines Zeppelins beschäftigt.

Die bayerische Landeswettbewerbsleiterin Monika Christl registrierte in der diesjährigen 47. Wettbewerbsrunde insgesamt 1.820 Anmeldungen. Damit sichert sich Bayern zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz und schickt die meisten Nachwuchswissenschaftler in das Rennen um den Bundessieg. Rang zwei belegt das Land Nordrhein-Westfalen mit 1.694 Teilnehmern. „Bereits in den Regionalwettbewerben beeindruckten die Teilnehmer mit großer Kreativität und innovativen Ideen. Auch sehr junge Forscherinnen und Forscher zeigten Spitzenleistungen und viele von ihnen waren bereits in den letzten Jahren bei Jugend forscht mit Begeisterung dabei“, sagt Landeswettbewerbsleiterin Dr. Monika Christl. Bei den zehn bayerischen Regionalwettbewerben präsentierten die jungen Wissenschaftler in den vergangenen vier Wochen ihre Forschungsarbeiten erstmals der Öffentlichkeit. Insgesamt 98 Teilnehmer qualifizierten sich dabei für die zweite Stufe, den Landeswettbewerb Bayern. Dieser findet vom 26. bis 29. März 2012 im Deutschen Museum in München statt. Vier Tage lang werden die Teilnehmer dort unter dem Motto „Uns gefällt, was du im Kopf hast!“ ihre Arbeiten ausstellen und um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb kämpfen. Unter ihnen Jakov Kholodkov, ein Schüler des Gymnasiums München/Moosach.

Er stellte am Regionalwettbewerb München Nord eine selbstgebaute Stirnlampe vor. Das Besondere an seinem Projekt: Der Temperaturunterschied zwischen warmer Stirn und kalter Luft dient als Energiequelle und bringt das Lämpchen zum Leuchten. „Außerdem ist die Lampe sehr praktisch, weil sie sehr klein ist und sich problemlos in eine Mütze einbauen lässt“, erklärt der 15-jährige Forscher. Ein weiteres Beispiel für jugendlichen Erfindergeist präsentiert Patricia Skowronek vom Carl Spitzweg-Gymnasium Unterpfaffenhofen. In ihrem Projekt „Wie kann Holundersekt optimiert werden?“ kombinierte sie ein 150 Jahre altes Rezept ihrer Ururgroßmutter mit Kretivität und chemischem Verstand, um ein neues Modegetränk zu erschaffen. Die Wacker Chemie AG übernimmt zum achten Mal die Patenschaft

des Landeswettbewerbs und unterstützt ihn sowohl organisatorisch als auch finanziell. Warum WACKER sich für Jugend forscht engagiert, erklärt Vorstandsmitglied und Patenbeauftragter Dr. Wilhelm Sittenthaler: „Die naturwissenschaftlich-technische Bildung junger Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. Als Unternehmen benötigen wir auch künftig engagierte Wissenschaftler und Ingenieure, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem aber braucht die Gesell- schaft weltweit den Erfindergeist von Forschern. Nur durch ihn kann der Wohlstand auch in den Schwellenländern wachsen, können die Gesundheit der Menschen erhalten und die Umwelt nachhaltig geschützt werden.“

Weiterführende Informationen über den Landeswettbewerb Jugend forscht Bayern finden Sie unter www.jugend-forscht-bayern.de.

Pressemitteilung Jugend forscht

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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