Jugendliche machen Finanzführerschein

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Rosenheim - Der Stadtjugendring ist sich sicher, dass mit dem Projekt „Finanzführerschein“ den Jugendlichen ein alltagstaugliches Wissen vermittelt wird.

Einen Tag lang wurde in der Jugendwerkstatt Rosenheim der Diakonie für den Finanzführerschein gelernt und rund um das Thema Finanzen diskutiert. Die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 25 legten eine Finanzführerscheinprüfung ab.  Alfred Czmaiduch von der Vollstreckungsstelle des Finanzamtes Rosenheim erklärte den Jugendlichen anschaulich, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, wenn berechtigte Forderungen nicht beglichen werden.

Stefan Keßler, Sozialpädagoge und Schuldnerberater beim Stadtjugendring, ergänzte das bereits vorhandene Wissen der Jugendlichen und bereitete sie auf die Prüfung vor. Ein übersteigertes Konsumbedürfnis wurde ebenso thematisiert wie aggressives Marketing von Handel und Banken. Auch Onlineeinkäufe und das Kleingedruckte bei Handyverträgen, das häufig in eine Schuldenfalle führen kann, diskutierten die Jugendlichen engagiert. „Welche Versicherungen brauche ich?“ und „wie kann eine Anschaffung ohne Ratenzahlung oder Kredit finanzieren?“, waren Fragen, die bei dem Projekttag beantwortet werden konnten. Auch der Auszug aus dem Elternhaus und der Bezug einer eigenen Wohnung wurde im finanziellen Bereich bearbeitet. Mit verschiedenen Haushaltsmodellen konnte verdeutlicht werden, wie ein junger Mensch mit einem vorgegebenen Einkommen gut über die Runden kommt. So konnte Wissen vermittelt werden, um den Alltag ohne Schulden und dafür mit mehr Lebensqualität zu gestalten.

Michaela Hinterstocker von der Jugendwerkstatt meint: „Dieses Projekt trägt dazu bei, dass unsere Jugendliche lernen, mit dem Geld, das sie zur Verfügung haben, auch auszukommen und nicht in die erstbeste Schuldenfalle hineinzutappen“. „Die Jugendlichen kennen nun die Gefahren und Schuldenfallen, die in der heutigen Gesellschaft lauern. Sie wissen, dass mit Ratenkrediten und Kreditkarten zwar leicht Geld für den nächsten Urlaub oder für einen neuen Flachbildschirm ausgegeben werden kann, ohne es vorher gespart haben zu müssen. Aber auch, dass leicht der Überblick verloren gehen kann und die monatliche Belastung zu groß wird“ ergänzt Stefan Keßler vom Stadtjugendring.

Pressemitteilung Stadt Jugendring

Quelle: rosenheim24.de

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