JU berät über Tourismuskonzepte

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Ruhpolding - Der Arbeitskreis "Tourismus" der Jungen Union Oberbayern diskutierte bei seinem letzten Treffen zukünftige Strategien für den Tourismus in der Region.

Der Tourismus stellt für viele Kommunen im südlichen Oberbayern eine wirtschaftliche Kernsäule dar. Jüngst tagte der Arbeitskreis Tourismus der Jungen Union Oberbayern in der Gemeinde Ruhpolding, die die diesjährige Biathlon-Weltmeisterschaft mit täglich über 20.000 Besuchern ausrichtete.

Die Jungen Union ist an einer objektiven Bestandsaufnahme des Gastronomie- und Service-Bereichs als integralen Bestandteil der lokalen Tourismuswirtschaft gelegen. Dazu berichtete als Referent der gebürtige Ruhpoldinger und gelernte Hotelfachmann Michael Linner.

Linner kritisierte vor allem, dass Berufe in der Gastronomie und rund um Dienstleitungen in Deutschland ein eher niedriges Ansehen genießen und mit einer geringen Bezahlung einhergehen würden.

Linner mahnte an, die durchaus vorhandenen Möglichkeiten, Potentiale und Spielräume in der Gastronomie in Oberbayern besser zu nutzen, damit durch gut ausgebildetes Personal qualitativ höherwertige Leistungen angeboten werden können und nicht von ungelernten Arbeitskräften notdürftig übernommen werden müssen.

Als weiteren Punkt beschäftigte sich der Arbeitskreis Tourismus mit Frage wie Sportgroßveranstaltungen in Oberbayern – wie beispielsweise die Biathlonweltmeisterschaft in Ruhpolding oder das Drei-Königs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen – noch besser für einen nachhaltigen touristischen Effekt genutzt werden können.

Kurzfristig sei die hohe Medienpräsenz der Orte – regional, national und international – sehr positiv zu bewerten und hat sicherlich einen positiven Imageeffekt auf die Region, so der Arbeitskreisleiter Marcus Demmelmair. Das Problem sei, dass Orte wie Ruhpolding zwar wunderbare WM-Wochen erleben würden, aber die langfristigen Wirkungen für den Tourismus eher gering seien.

Winterurlaub in Ruhpolding zur Biathlonzeit sei sehr beliebt, was die jährlichen Buchungszahlen in der Wettkampfzeit zeigen. Eine langfristige Profilierung als Tourismusort auch beispielsweise für Sommergäste werde dadurch aber leider kaum erreicht.

Florian Gerthner, Deutschlandrat der Jungen Union Oberbayern, merkte an, dass für einen langfristigen Marketingerfolg die aktuelle Berichterstattungswelle ausgenützt werden sollte. Anschlussereignisse, durch die die jeweiligen Orte auch weiterhin überregional präsent bleiben, wären jetzt von Nöten und könnten nachhaltige Effekte erzeugen.

Ein besseres Veranstaltungsmanagement und mehr regionale Kooperation auch mit und unter den Tourismusverbänden seien hierfür essentiell, so der Konsens. Letztlich kann nur eine bessere Hotelinfrastruktur helfen, Gäste auch fernab von Großveranstaltungen anzulocken. Dazu zählen nicht nur moderne Gebäude, sondern auch ein erstklassiger Service durch gut ausgebildete Fachkräfte.

Pressemitteilung der Jungen Union Oberbayern

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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