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Kaffeefahrten: Gemeinsam gegen Abzocker

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Rosenheim – Mit einer überregionalen Kooperation wollen Polizei und Verwaltung in Oberbayern den Kaffeefahrten-Betrügern das Wasser abgraben.

Mehr Informationen und Sicherheitshinweise zum Thema Kaffeefahrt:

Pfiffige Senioren

Ein schöner Gewinn, ein tolles Schnäppchen und ein netter Ausflug: im Frühjahr starten die Kaffeefahrten-Anbieter voll durch. Die Zahlen sind beeindruckend, rund 400 Kaffeefahrt-Busse sind täglich in Deutschland unterwegs, der Umsatz der Branche wird auf 500 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Häufig nützen Betrüger Tagesfahrten um Senioren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Angelockt von angeblichen Sonderangeboten oder Gewinnspiel-Preisen fallen immer wieder Menschen auf die Masche rein, bei den Veranstaltungen wird geschickt ein Kauf-Druck aufgebaut. Die Ausflugsteilnehmer kehren dann oft von abgelegenen Gastwirtschaften mit Waren zu überteuerten Preisen zurück, die sie nicht reklamieren können, auch weil die Verkäufer für sie nicht mehr greifbar sind.

„Den schwarzen Schafen unter den Anbietern von Kaffeefahrten haben die Regierung von Oberbayern und die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Oberbayern Süd zusammen mit den Landratsämtern den weiteren Kampf angesagt. Überregional agierenden Tätern setzen Sicherheitsbehörden und Polizei verstärkt eine gemeinsame Strategie entgegen“, kündigten Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, Landrat Josef Neiderhell und Polizeipräsident Robert Heimberger am Dienstag in Rosenheim bei einem Pressegespräch an.

Polizei ermittelt "undercover"

Gemeinsam gegen Abzocke: Polizei und Verwaltung präsentieren ihr neues Konzept

Eine enge und überregionale Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Kreisverwaltungsbehörden, Regierung und Polizei soll die Grundlage der erfolgreichen Bekämpfung illegaler Kaffeefahrten bilden. Wichtig für die Strafverfolgung: die nötige Überwachung und Kontrolle soll nicht an Gemeinde- und Landkreisgrenzen enden. So konnten im letzten halben Jahr in 14 oberbayerischen Landkreisen 30 illegale Kaffeefahrten gestoppt und Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Mit Aufklärungskampagnen sollen Senioren erreicht und die Gastwirte in den Landkreisen informiert werden. Polizeibeamte fahren auch „undercover“ bei Kaffeefahrten mit, um illegalen Umtrieben auf die Schliche zu kommen. Die beste Prävention bildet aber immer noch gesundes Misstrauen und der Papierkorb, betonte Regierungspräsident Hillenbrand. In letzterem sollen dubiose Einladungen landen.

red/cs/Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cs

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