Kampf gegen Kürzungen bei der "Sozialen Stadt"

Rosenheim - Im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung soll möglicherweise der soziale Teil des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" gekürzt werden.

Dagegen regt sich bundesweit Protest, und es kann eine Petition unterzeichnet werden.

Das Programm "Soziale Stadt" ist ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Es richtet seine Aufmerksamkeit auf städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Quartiere. Ziel ist es, problematischen Entwicklungen entgegen zu wirken und Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Folgen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels zu unterstützen.

Die Aufgaben sozialer Stadtentwicklung sind vielfältig: Neben der Verbesserung des Wohnumfeldes geht es insbesondere auch darum, Integration und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Um diesem umfassenden Ansatz gerecht zu werden, verbindet das Programm bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Förderung von Bildung, Beschäftigung und Integration.

„Durch das Programm ‚Soziale Stadt’ konnten in unserer Stadtteilschule viele Projekte für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler realisiert werden. Diese Projekte haben merklich die Integrations- und Bildungschancen dieser Schüler verbessert. Letztlich hat dadurch die ganze Schule und nicht zuletzt der ganze Stadtteil profitiert. Eine Kürzung oder Abschaffung des Programms würde enormes ehrenamtliches Engagement missachten und einen über viele Jahre nicht wieder gut zu machenden Schaden anrichten“, so meint Martin Löwe, Elternbeiratsvorsitzender der Grundschule an der Prinzregentenstraße.

Der Gemeinsame Elternbeirat für die Volksschulen in Rosenheim (GEB) sieht Schulen als wichtiges Glied der Erfolgskette für Integration, da sie über ihre Schülerinnen und Schüler Kontakt in die Elternhäuser knüpfen können, die sonst nur schwer erreichbar sind. Deshalb ruft er dazu auf, den Protest gegen die geplanten Kürzungen beim Programm "Soziale Stadt" zu unterstützen und die Petition zu zeichnen.

Informationen zur Petition sowie zu den Hintergründen sind unter www.geb-rosenheim.de wie auch unter www.sozialestadt-rosenheim.de zu erhalten. Die Petition läuft nur noch bis zum 7. November 2010!

Pressemitteilung GEB - Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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