Kathrein vs. Stadt: Die Meinung der Leser

Rosenheim - Manchmal sind 1000 Zeichen einfach zu wenig: An dieser Stelle veröffentlichen wir Ihre E-Mails zum Thema "Die Stadt gegen Kathrein - Streit um das Gelände am Happinger See".

Alfred Thunig aus Kolbermoor:

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

können Sie noch ruhig schlafen?

Mit dieser Unternehmerfeindlichkeit haben Ihre Wähler sicher nicht gerechnet. Zuerst schaffen Sie es, die Firma FUG aus Rosenheim zu vertreiben und jetzt ist wohl Kathrein an der Reihe. Die Reaktion von Herrn Prof. Dr. Kathrein kann ich nur zu gut verstehen. Ohne Vorwarnung wird ein Stadtratskollege öffentlich abgewatscht.

Nur um einen Unternehmer den Kampf anzusagen, plündern Sie nicht nur die städtische Kriegskasse, nein Sie greifen auch noch den Steuerzahlern Ihrer Stadt in die Tasche und verschulden Rosenheim noch mehr.

Parallel dazu haben Sie es geschafft, dass bei Kathrein am Standort Rosenheim kein Personal mehr aufgebaut wird. Hr. Kathrein hat über Jahrzehnte Ausbildungsplätze in Rosenheim weit über Bedarf zur Verfügung gestellt. Herr Kathrein hat sogar zugesagt, die Ausbildungsplätze für 2012 nochmals deutlich zu erhöhen. Diese Aktion so vermute ich, wird natürlich gestorben sein. Ich hoffe Sie, meine Damen und Herren Stadträte, nehmen dann die jungen Menschen an die Hand und gehen mit diesen auf Lehrstellensuche.

Eines liebe Räte sollten Sie jedoch nicht vergessen, Sie sind nicht durch Gottes Gnaden an Ihre Ämter gekommen. 2014 tritt auch der Rosenheimer Wähler wieder an die Urne und wird Sie für Ihr Handeln, so hoffe ich, ordentlich abstrafen.

Alfred Thunig, Kolbermoor

Birgit Jackson aus Kolbermoor:

Dass Herr Kathrein auf die Entscheidung des Rosenheimer Stadtrates mit Sicherheit nicht mit Jubelschreien reagiert hat, ist vollkommen nachvollziehbar.

Selbstredend hat man auch Verständnis dafür, dass er als „ehrbarer Kaufmann“ nicht gerne auf nun augenscheinlich nicht mehr refinanzierbaren Kosten sitzen bleibt.

Herr Kathrein ist aber nicht nur ein „ehrbarer Kaufmann“ sondern gleichzeitig Unternehmer und dritter Bürgermeister der Stadt Rosenheim. Als Politiker dürften ihm die demokratischen Entscheidungsprozesse und Regularien einer Stadtverwaltung nicht fremd sein.

Als gewählter Vertreter der Stadt Rosenheim und deren Bürger droht er öffentlich mit Abwanderungsplänen. Umgehend wurde ein Investitions- und Einstellungsstopp für die Werke in Rosenheim verhängt. Somit fügt ein gewählter Vertreter der Stadt Rosenheim vorsätzlich der eigenen zu vertretenden Kommune einen finanziellen Nachteil in nicht unerheblicher Höhe zu.

Ohne despektierlich erscheinen zu wollen, hier hätte selbst Franz Josef Strauß die Ohren angelegt. Völlig unverfroren zeigt Herr Kathrein mit solchen Drohungen seine wahre Gesinnung als gewählter Volksvertreter auf. „Wer bezahlt schafft an“ ist wohl die Devise des Politikers Kathrein. Irgendwie scheint Kathrein das demokratische Grundprinzip entgangen zu sein, und weil er nun mal nicht alleine anschaffen kann, dreht er halt den Geldhahn ab. Es bleibt abzuwarten ob er, nach der Verlagerung der Verwaltung nach Thansau, Alleinherrscher im Gemeinderat Rohrdorf wird.

Herr Kathrein ist aber nicht nur dritter Bürgermeister, als „globalplayer“ spielt er auch in der ersten Liga der Unternehmerlandschaft in Deutschland eine gewichtige Rolle.

Es wird für immer das Geheimnis des Unternehmers Kathrein bleiben, weshalb und warum er den Werken in der Stadt Rosenheim erheblichen Schaden zufügt, indem nicht mehr investiert und eingestellt wird. Die Mitarbeiter der betroffenen Werke werden aber sicherlich Verständnis für diese Entscheidung aufbringen können.

Herr Kathrein hat sich mit diesen Äußerungen und Androhungen als dritter Bürgermeister selbst disqualifiziert. Als Politiker kann und muss es für ihn nur eine einzige Konsequenz geben: Rücktritt.

Als Mensch und Unternehmer hätte ich ihm bessere Berater gewünscht. Sein Auftritt vor der Presse war ganz eindeutig vollkommen unprofessionell und irrational.

Herr Kathrein ist offensichtlich weder willens noch in der Lage dazu seine Aufgaben als dritter Bürgermeister und Unternehmer trennen zu können.

Dies muss jedoch Anspruch und Voraussetzung für ihn sein, um ein Amt ausführen zu können, und wir Bürger müssen und dürfen diesen Anspruch auch an unsere Volksvertreter stellen.

Birgit Jackson, Kolbermoor

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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