Keine neue Fahrspur

Rosenheim - Auf der Miesbacher Straße stehen die Autos morgens und abends im Stau. Ein teilweiser Ausbau der Straße würde jedoch aus Sicht des Staatlichen Straßenbauamtes das Problem nicht lösen.

Vor allem stünden die Kosten von einer Million Euro nach Einschätzung von Baudirektor Claus-Peter Olk in keiner vernünftigen Relation zum möglichen Nutzen.

Die Freien Wähler/UP hatten die Stadtverwaltung aufgefordert, die Situation vom Straßenbauamt bewerten zu lassen. Die Gruppierung hat den Bau einer zweiten Fahrspur von der Eisenbahnbrücke bis zur Happinger Straße vorgeschlagen, um die Staus vor den Ampeln zu verringern.

Vom Straßenbauamt heißt es dazu, die Miesbacher Straße sei mit einem Verkehrsaufkommen von 30.000 Fahrzeugen pro Tag belastet. Damit sei der bestehende Querschnitt in Spitzenstunden überbelastet. Deshalb werde es unabhängig von Kreuzungs- und Eingangssituationen immer wieder zu spontanen Stauungen kommen.

Der Bereich vor der Happinger Straße lasse sich nur mit großem Aufwand aufweiten. Letztendlich könne aber allenfalls erreicht werden, dass sich 15 Fahrzeuge mehr vor der Ampel aufstellen. Dies löse das grundsätzliche Problem der Überlastung der Miesbacher Straße nicht. "Der Stau würde um dieses Maß am Ende kürzer und dafür in der Spitze entsprechend zweispurig breiter", so Olk.

Dem würden massive Eingriffe in den bestehenden Lärmschutzwall und die Bepflanzung gegenüberstehen sowie eventuell in Garagen auf der südlichen Seite. Zudem wären zum Schutz der Anlieger hohe Lärmschutzwände erforderlich. Außerdem benötige die Fußgängerampel in der Miesbacher straße bei einer dreistreifigen Fahrbahn längere Schutz- und Räumzeiten für den Fußgänger, was den Verkehr stärker als bisher störe.

Auch der Vorschlag der Freien Wähler/UP, die Einmündungsrampe von der Innsbrucker in die Miesbacher Straße zu verlängern, findet im Straßenbauamt keinen Anklang. Es müsste nach den Worten von Claus-Peter Olk nicht nur die Geh- und Radwegverbindung aufgelassen oder mit großem Aufwand an anderer Stelle mit einer neuen Unterführung verwirklicht werden. Die Verlegung der Rampe wäre zudem insgesamt bautechnisch aufwändig. Die Einschleifung sei kein Unfallschwerpunkt.

Nach Olks Worten ist das Staatliche Bauamt aufgrund der äußerst knappen Situation im Staatsstraßenhaushalt bemüht, zunächst erkannte Unfallhäufungspunkte zu beseitigen und den Zustand der Staatsstraßen zu verbessern: "Für Maßnahmen, die zwar wünschenswert, aber zur heutigen Zeit nicht dringend erforderlich sind, besteht derzeit kein Handlungsbedarf."

bi/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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