Kellerbrand: Und wer zahlt die Schäden?

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Wer soll das bezahlen?

Rosenheim - Einen Tag nach dem Kellerbrand im Wohnhaus in der Salinstraße beginnt dort das große Aufräumen. Viele Mieter plagt dabei die bange Frage: Wer soll das bloß bezahlen?

Was die Schäden am Haus anbelangt, ist diese Frage klar: "Das zahlt unsere Brandversicherung", erklärte der für das Wohnhaus zuständige Mitarbeiter der Rosenheimer Immobilienverwaltung Kolb gegenüber rosenheim24. Die Kosten sind hier allerdings noch nicht im Detail abzusehen. Auf rund 150.000 Euro schätzte die Polizei am gestrigen Brandtag den Sachschaden. Ob es bei dieser Summe bleibt, um das Haus wieder wohnlich zu machen, muss sich zeigen.

Die Schäden im Haus

Aktuell arbeiten bereits Elektriker daran, das Gebäude wieder mit Strom zu versorgen. Bis auch Telefon und Fernsehanschluss wieder funktionieren, wird es aber noch dauern. Der Hausverwalter: "Die ganzen Anschlüsse sind bis auf den Beton weggebrannt. Zum Glück haben viele Mieter ein Handy."

Ebenfalls heute rückt eine Spezialreinigungsfirma aus Bad Feilnbach an, um die Wände, Decken, Fenster und Türen vom  Ruß zu befreien. Kostenpunkt hier: circa 40.000 Euro, so der Hausverwalter. Anschließend rechnet er aber noch mit Folgekosten für Malerarbeiten an Wänden, Türen und Fenstern: "Bei den Fensterstöcken bekommt man den Brandgeruch sonst meistens nicht mehr raus. Da reicht das Abwaschen selbst mit Speziallaugen allein nicht aus."

Immer wieder müssen er und seine Kollegen Anfragen der Mieter aus der Salinstraße 18 beantworten, wer denn für die Schäden in ihren Wohnungen aufkommen werde. Die Antwort ist hier eindeutig: "Das ist Sache der privaten Hausratversicherung." Diese komme zum Beispiel für verrußte Teppiche in den Wohnungen oder verschmurgelte Gegenstände  aus den Kellerabteilen auf.

Nur: Wer keine Hausratversicherung hat, bleibt auf den Schäden sitzen. Für die Betroffenen besteht dann nur die Möglichkeit, sich mittels einer Zivilklage gegen den Brandstifter das Geld zurückzuholen. Vorausgesetzt, es wird jemand als Brandstifter verurteilt. Sollte der junge Mann, der im Fall Salinstraße 18 als Tatverdächtiger gilt, unschuldig sein, gibt es nichts.

Hausbewohner über die Feuernacht:

Die Feuerwehr zum Einsatz:

Die Rettung:

Quelle: rosenheim24.de

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