Neubau statt Sanierung

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Neuer Kindergarten in Oberwöhr: Das alte Gebäude (linkes Bild) wird zunächst halb abgerissen, damit auf dem nördlichen Grundstücksbereich der Neubau parallel zur Krainstraße entstehen kann. Nach Fertigstellung wird der vordere Teil des Altbaus abgebrochen; rechts die Ansicht der westlichen Stirnseite des neuen Kindergartenbaus.

Rosenheim - Die Pfarrei St. Josef der Arbeiter in Oberwöhr hat den Neubau eines zweigruppigen Kindergartens an der Krainstraße beantragt.

Vom Altbau wird, wenn es das Wetter erlaubt, Anfang Februar die hintere Hälfte abgerissen, der Rest nach Fertigstellung des Neubaus.

"Der alte Kindergarten war nicht mehr zu sanieren. Er wird während der Bauphase noch teilgenutzt, bis der Neubau fertig ist", erläuterte Bauoberrat Michael Kettenstock in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses das Vorgehen. Zwischen dem Neubau und der Krainstraße soll ein Obstgarten entstehen.

Das Gebäude wird in der Mitte des Grundstückes, das schräg gegenüber der Kirche und dem Pfarrheim auf der anderen Seite der Krainstraße liegt, mit der Langseite parallel zum Straßenverlauf platziert. Der einstöckige, nicht unterkellerte Bau wird die Grundmaße von 33,5 mal 18,4 Meter haben und ein Satteldach mit 30 Grad Neigung erhalten.

SPD-Stadtrat Andreas Lakowski hinterfragte die für einen Kindergartenneubau ungewöhnliche Dachform. "Die hebt die besondere Gebäudefunktion gegenüber der benachbarten Wohnbebauung hervor", erklärte Kettenstock.

Für das Bauvorhaben werden sieben Stellplätze angelegt. Diese dienen dem Kindergarten und in Doppelnutzung auch der Kirche und dem Pfarrsaal als Stellplatznachweis. Mit dem Baubeginn rechnet Kirchenpflegerin Rita Rauscher nach der Winterpause, mit der Indienststellung im Sommer zum Beginn des Kindergartenjahrs 2013/2014.

Nach den Weihnachtsferien ziehen die beiden Gruppen aus dem alten Kindergartengebäude um ins gegenüberliegende Pfarrheim, das bereits als Ausweichquartier hergerichtet wurde, wie Rauscher erklärte.

Hochwasserschutz nachgewiesen

CSU-Fraktionsvorsitzender Herbert Borrmann erkundigte sich über den geplanten Hochwasserschutz in diesem gefährdeten Gebiet. Das Grundstück liegt im Überschwemmungsgebiet der Mangfall. Laut Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes können auf dem Grundstück im Überschwemmungsfall hohe Abflüsse auftreten. Daher wurde der Nachweis gefordert, dass durch den Neubau keine negativen Auswirkungen auf die in der Umgebung vorhandenen Gebäude zu erwarten sind. Die erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen seien nachgewiesen, so die Verwaltung.

Der Hochwasserschutz werde insbesondere durch eine um 30 Zentimeter erhöhte Positionierung der Bodenplatte auf dem Gelände erreicht, antwortete Baudezernent Helmut Cybulska. Das entspricht einem Niveau von 58 Zentimeter über dem der Krainstraße. Einstimmig beschloss der Ausschuss, die erforderlichen Befreiungen zu erteilen. Dem Bauvorhaben wurde vorbehaltlich der positiven Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes zugestimmt. Laut Auskunft des Amtes liegt diese inzwischen vor.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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