Kindern eine bessere Bildung ermöglichen

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Bereits im vierten Jahr als Schülerpatin im Einsatz: Inge Stremmel und „ihre“ Schülerin Lucija.

Rosenheim - Schon 2007 wurde das Projekt der „Schülerpaten“ ins Leben gerufen, heute werden Freiwillige gesucht, um es am Leben zu erhalten.

Der Zusammenhang zwischen schulischer Entwicklung und sozialer Herkunft der Kinder ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Immer wieder wird festgestellt, dass nicht alle Kinder die gleichen Zugangschancen zu Bildung und zum Start einer erfolgreichen Schullaufbahn haben. An Ideen zur Beseitigung dieser Ungleichheiten hingegen mangelt es.

Das Mehrgenerationenhaus des AWO in Rosenheim hat deshalb bereits im September 2007 das Projekt der „Schülerpaten“ ins Leben gerufen, um einen Beitrag zum besseren Gelingen schulischer Werdegänge zu leisten. „Gerade in den ersten Schuljahren werden die Grundlagen für späteren Erfolg oder Misserfolg gelegt“, so Klaus Schindler, Leiter des Mehrgenerationenhauses. Doch oft sind die Eltern nicht in der Lage die notwendige Unterstützung ihrer Kinder zu leisten. Manchmal fehlt es an der Zeit oder einem passenden Arbeitsplatz, manchmal verfügen die Eltern selbst nur über geringe Schulbildung oder beherrschen die deutsche Sprache nicht in ausreichendem Maß. Insbesondere Migrantenkinder müssen hier oftmals mehrfache Benachteiligungen ausgleichen.

Die Idee der Schülerpaten setzt daher früh an: bereits in der Grundschule sollen Schüler, die durch Leistungsmängel auffallen, gezielt in der Entwicklung von Sprachkenntnissen und dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten unterstützt werden. Dies geschieht über ehrenamtliche Schülerpaten. In der Regel treffen sich diese einmal in der Woche mit den Kindern um Hausaufgaben, Proben oder sonstige Schwierigkeiten zu besprechen und zu klären. So konnte schon manche Schulkarriere positiv gestaltet werden. Kooperationspartner des Mehrgenerationenhauses ist hierbei die Grundschule in der Erlenau, die Schüler für das Projekt vorschlägt. Schulleiterin Elfriede Garnreiter freut sich sehr über das Engagement der Ehrenamtlichen Paten. Die Schulleistung, aber auch das Selbstbewusstsein der Kinder können dadurch deutlich verbessert werden. Aber nicht nur die Kinder, auch die freiwillig tätigen Paten bekommen etwas zurück. Der Umgang mit den Kindern bereitet den Paten viel Freude und wenn sich das Engagement dann auch noch in besseren Noten niederschlägt, sind die Paten zu recht genauso stolz wie ihre Schüler.

Das Mehrgenerationenhaus sucht daher kurz nach Start des neuen Schuljahrs wieder nach Menschen, die sich gerne für Kinder engagieren möchten. Unterstützt werden die Freiwilligen durch regelmäßige Treffen, Beratung und Schulungen. Besondere Kenntnisse für die Tätigkeit als Schülerpate sind nicht notwendig. In der Regel verfügt jeder Erwachsene über die Fähigkeit zur Begleitung beim Erlernen des Grundschulstoffs. Allerdings wird ein polizeiliches Führungszeugnis gefordert. „Um unserer Sorgfaltspflicht gerecht zu werden, ist dies notwendig. Hierfür anfallende Kosten werden selbstverständlich erstattet“ so Projektleiter Klaus Schindler. Die Treffen mit den Schülern finden an der Grundschule Erlenau oder im Mehrgenerationenhaus an der Ebersberger Straße statt.

Mittlerweile wird die Idee der Schülerpaten von den Rosenheimer Freiwilligenagenturen auch an verschiedenen anderen Schulen umgesetzt. Die AWO vermittelt hierfür gerne die örtlich passenden Ansprechpartner.

Für Interessierte gibt es weitere Informationen im Mehrgenerationenhaus unter der Telefonnummer 08031 / 94137421.

Pressemitteilung Mehrgenerationenhaus Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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