Rosenheim

Kinderschutzbund auf dem richtigen Weg

"Wir sind auf dem richtigen Weg", freute sich Anna-Maria Ehrlicher, Vorsitzende des Kinderschutzbundes bei der Jahreshauptversammlung im Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim.

Die Bilanz 2008 fiel positiv aus, ebenso wie der Blick in die Zukunft: "Wir wollen unsere Arbeit weiter ausdehnen, zum Wohle der Kinder. "420 Mitglieder gehören derzeit dem Kinderschutzbund Rosenheim an, viele davon engagieren sich ehrenamtlich für die Arbeit des Vereins. "Jeder bringt sich mit dem ein, was er kann", so Ehrlicher in ihrem Rückblick, in dem sie die Arbeit der vergangenen Monate noch einmal Revue passieren ließ. Dabei habe man in der Vorstandschaft auch Personalfragen klären müssen, so etwa die Einstellung von drei weiteren Sozialpädagogen.


Glückliche Kinder beim Spielen.

"Der Kinderschutzbund wird immer größer", freute sich die Vorsitzende. Besonders stolz sei man über den Erhalt des Luise-Kieselbach-Preises des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Diese Auszeichnung wurde im vergangenen Jahr erstmals verliehen und ging an den Kinderschutzbund Rosenheim für dessen "erfolgreiches und innovatives Handeln" im Bereich des begleitenden Umgangs. Dieses Projekt hat der Rosenheimer Verein vor 20 Jahren ins Leben gerufen und ständig weiterentwickelt, sodass es heute mit einem offenen Besuchscafé, das jede Familie bei Bedarf nutzen kann, zu einer festen Einrichtung geworden ist.


Das offene Besuchscafé wird derzeit von 33 Kindern aus 22 Familien genutzt. Jetzt sollen die Öffnungszeiten der Einrichtung ausgedehnt werden. Geschäftsführerin Maria Klausner ging in ihrer Rede auch auf andere erfolgreiche Bereiche des Kinderschutzbundes Rosenheim ein. Stark frequentiert sei nach wie vor das Kinder- und Jugendtelefon. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6870 Anrufe entgegengenommen. Gut entwickle sich auch das Mehrgenerationshaus in Wasserburg, dessen Träger der Rosenheimer Kinderschutzbund ist.

Ein neues Projekt nennt sich "Vereint in Bewegung" und soll das Miteinander durch Spiel und Sport fördern. Zusammengearbeitet werde dabei mit Sportverbänden und -vereinen, so Klausner. Die Geschäftsführerin ging auch auf eine besondere Ehrung für ein Mitglied des Kinderschutzbundes ein: Gerda Heitmair bekam im Auftrag des bayerischen Ministerpräsidenten das Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern überreicht.

Weiter ausdehnen will man die Elternkurse. Sie gibt es seit zehn Jahren. 178 Kurse mit rund 2000 Eltern aus Stadt und Landkreis haben seit Beginn stattgefunden. Bei dem vielfältigen und sich ständig erweiterten Aufgabenfeld sei es kein Wunder, dass der Sitz des Kinderschutzbundes in Rosenheim mittlerweile aus allen Nähten platze, so Klausner: "Wir brauchen dringend einen größeren Raum." Derzeit schaue es aber so aus, dass sich dieses Problem in den nächsten Jahren lösen lasse. Geeignete Räumlichkeiten habe man bereits im Auge.

Lobende Worte für die Arbeit des Kinderschutzbundes Rosenheim fand Otto Zwiefelhofer, Dritter Bürgermeister der Stadt Wasserburg. "Viele denken, wir in unserer Region leben noch in einer heilen Welt. Doch wenn man genauer hinsieht, merkt man schnell, wie viele Familien Hilfe brauchen. Dabei ist der Kinderschutzbund ein wertvoller Partner", sagte er. Die Neuwahlen gingen zügig über die Bühne und brachten ein einstimmiges Ergebnis. Alle Vorstandsmitglieder, mit Anna-Maria Ehrlicher an der Spitze, Astrid Auer und Heide von Raußendorff als stellvertretende Vorsitzende, Lisa Adlmaier als Schatzmeisterin und Barbara Zanetti als Schriftführerin, wurden in ihren Ämtern bestätigt. wu

Quelle: rosenheim24.de

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