Kirche spricht bei Lehrstuhlbesetzung mit

Ansbach - Die katholische Kirche hat bei 21 nicht-theologischen Lehrstühlen großen Einfluss. Ein Anwärter auf einen Professorenstelle hatte dagegen geklagt und ist vorerst gescheitert.

Darf die katholische Kirche in Bayern bei der Besetzung bestimmter Professorenstellen ein Vetorecht haben? Ein Wissenschaftler, der diese Frage schon vor Abschluss des Bewerbungsverfahrens um einen sogenannten Konkordatslehrstuhl gerichtlich klären lassen wollte, ist nun mit seiner Klage gescheitert.

Erst wenn der Lehrstuhl im Fach Praktische Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg besetzt und der Kläger nicht zum Zug gekommen sei, könne er rechtliche Schritte einleiten, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Ansbach am Montag.

Die strittige Regelung erlaubt der Kirche bei insgesamt 21 nicht-theologischen Lehrstühlen großen Einfluss: Passt der Bewerber nicht ins katholische Profil, kann er vom jeweiligen Ortsbischof abgelehnt werden. Eine Professorin hat deshalb das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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