Mesner hat Ministrant jahrelang missbraucht

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Der Angeklagte Markus W. steht am Montag im Gerichtssaal im Landgericht Würzburg neben seinem Anwalt Norman Jacob (r). Der 30-jährige ehemalige ehrenamtliche Mesner hat gestanden, einen 13-jährigen Jungen mehrfach sexuell missbraucht zu haben.

Würzburg - Ein früher ehrenamtlich tätiger Mesner einer Pfarrgemeinde im Landkreis Kitzingen hat gestanden, einen zwölf Jahre alten Ministranten jahrelang sexuell missbraucht zu haben.

Er sei verliebt in den Jungen gewesen, sagte der schmächtige Mann am Montag bei Prozessbeginn vor dem Landgericht Würzburg zu seinem Motiv. Inzwischen bedauere er seine Taten, sagte der Angeklagte, der sich selbst als „naiv“ und sexuell unerfahren bezeichnete. Die Kirche sei sein Leben gewesen, inzwischen aber sei er ausgetreten. Im Anschluss an seine Aussage hörte das Gericht das Opfer an.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem schweren sexuellen Missbrauch in 18 Fällen vor. Druck oder Gewalt habe es aber nicht gegeben. Zu den sexuellen Handlungen in der Sakristei der Kirche, der Wohnung des Angeklagten oder der elterlichen Wohnung des Jungen war es zwischen Anfang 2004 und Herbst 2005 gekommen. Das Bistum Würzburg hatte einem Sprecher zufolge von den Vorwürfen nur indirekt erfahren. Beim Missbrauchsbeauftragten der Diözese seien keine Anschuldigungen eingegangen.

dpa

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