Wie "krank" sind unsere Kliniken?

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Stefan Nowack, Vorstand der Kliniken Südostbayern AG.
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Teisendorf - Das vergangene Jahr hat die Kliniken Südostbayern AG mit einem Defizit von 5,8 Millionen Euro abgeschlossen. Doch Einsparungen beim Personal sollen das jetzt ändern.

Alarmierende Zahlen präsentierte der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG am Freitag bei einer Pressekonferenz: Der Jahresfehlbetrag der Klinik AG betrug 2012 rund 5,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor lag das Defizit bei gerade einmal 1,8 Millionen Euro. Als Gründe für die Verschlechterung führte Vorstand Stefan Nowack unter anderem an, dass die Erlöse langsamer steigen würden als die Personalkosten. "Die Kosten für das Personal sind, unter anderem auch durch die Tariferhöhungen, von 135 Millionen auf 150 Millionen Euro gestiegen." Damit würden die Personalkosten alleine rund 70 Prozent der Ausgaben des Unternehmens ausmachen.

Und genau an diesem Punkt soll das neue Konsolidierungs-Konzept der Kliniken AG nun ansetzen. Allein über das Personal erhoft sich das Unternehmen bis Ende 2016 ca. 7,5 Millionen Euro einzusparen. "Dies wird über Stellenabbau geschehen. Allerdings nicht durch Entlassungen, sondern durch Fluktuation", so Nowack. Heißt im Klartext: Stellen von Mitarbeitern, die aus Alters- oder anderen Gründen ausscheiden, könnten dann in einigen Fällen nicht nachbesetzt werden.

Doch bedeutet das nicht auch einen Nachteil für viele Patienten, wenn der Klinik weniger Personal zur Verfügung steht? Nowack ist sich sicher, dass durch eine Prozess-Optimierung in den einzelnen Häusern genau das Gegenteil der Fall wäre. "Durch diese Optimierung wird die Arbeit für die Angestellten leichter und auch die Versorgung der Patienten verbessert sich."

PK der Kliniken Südostbayern AG

Im weiteren sollen duch das Konsolidierungs-Konzept aber auch die Erlöse optimiert und Sachkosten, die immerhin rund 30 Prozent der Kosten ausmachen, eingespart werden. Auch Hermann Steinmaßl, der bei der heutigen Hauptversammlung der Klinik AG zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt wurde, ist überzeugt von dem Konzept und will das Unternehmen auch weiterhin in kummunaler Trägerschaft behalten.

Quelle: BGland24.de

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