Knapp 3000 überwinden Hartz IV

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Rosenheim - Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der durch die ARGE betreuten Leistungsempfänger im vergangenen Jahr erstmals unter 6000 gesunken.

Das geht aus dem Sachstandsbericht zur Umsetzung des Sozialgesetzbuches II hervor, der am 15.März im Kreisausschuss vorgestellt wurde.

Im Durchschnitt kümmerte sich die ARGE 2010 monatlich um 5.942 Personen. Vor fünf Jahren, 2006, lag ihre Zahl noch bei 6.774 Personen. Knapp 3.000 gelang im vergangenen Jahr der Sprung aus der Hilfebedürftigkeit, wobei nahezu 1.900 ein beitragspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufnahmen, eine Ausbildung begannen oder sich selbstständig machten. Gut 330 davon fanden eine Erwerbstätigkeit mit Hilfe einer Förderung durch die ARGE. Landrat Josef Neiderhell meinte dazu, der Landkreis sei bei den Landzeitarbeitslosen in der glücklichen Situation, im bundesweiten Vergleich hier ganz hinten zu stehen.

Erfreulich ist aus Sicht Neiderhells auch die Situation bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II unter 25 Jahren. Im Laufe des Jahres 2010 sank ihre Zahl von 129 auf 97. Zur Unterstützung arbeitsloser Menschen gab die ARGE 2010 rund vier Millionen Euro aus. Die gute Arbeit der gemeinsamen Einrichtung von Landkreis und Agentur für Arbeit spiegelt sich auch in einem Ranking der Bundesagentur für Arbeit wieder.

Im Vergleich von 45 vergleichbaren ARGEn im Bundesgebiet liegt die Rosenheimer Stelle auf Platz eins. Anfang 2005 gründeten der Landkreis Rosenheim und die Agentur für Arbeit Rosenheim die ARGE. Aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Dezember 2007, wonach die Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen in den ARGEn nicht vereinbar mit dem Grundgesetz ist, änderte der Bundestag im vergangenen Jahr die Verfassung.

Am 8. September beschloss der Kreistag, die bewährte Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Rosenheim fortzusetzen. Die neue gemeinsame Einrichtung trägt den Namen „Jobcenter Landkreis Rosenheim“. Ihre wesentliche Aufgabe ist es, erwerbsfähige Personen und deren Angehörige zu betreuen, die ihren Lebensunterhalt nicht anderweitig sicherstellen können.

Dem Landkreis obliegen dabei im Wesentlichen die Finanzierung der Unterkunftskosten sowie einmalige Leistungen wie Erstausstattung von Wohnungen, für Bekleidung, bei Schwangerschaft oder für mehrtägige Klassenfahrten. Wegen der erfreulichen Wirtschaftslage wird für dieses Jahr eine Stagnation bzw. ein weiterer leichter Rückgang bei der Zahl der Leistungsempfänger erwartet. Neue Herausforderungen stehen allerdings im Zusammenhang mit der Umsetzung des so genannten „Bildungs- und Teilhabepakets“ an.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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