Wie bei einer geplatzten Wasserleitung

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Kolbermoor - Rund 100 Menschen haben in der Pauline-Thoma-Schule Schutz vor dem Hochwasser gefunden. Rosenheim24 hat mit einem von ihnen gesprochen.

Die Wassermassen waren einfach zu gewaltig. In Windeseile mussten am Sonntag zahlreiche Kolbermoorer ihre Häuser verlassen. Rund 100 Menschen habenin der Pauline-Thoma-Schule Zuflucht gefunden, darunter Josef Knieger.

Der Kolbermoorer hatte das Hochwasser zunächst unterschätzt. "Ich bin jetzt seit 30 Jahren in Kolbermoor und habe so etwas noch nie erlebt", so Knieger. Selbst als die Feuerwehr am Sonntag alle 15 Minuten eine Durchsage gemacht hat, war er noch nicht besorgt. "Dann ist aber ganz massiv gegen Nachmittag das Hochwasser angeschwollen." Eine schlicht "unfassbare Situation" für den Kolbermoorer.

"Alles Land unter" im heimischen Keller

Jetzt sei bei Knieger zuhause "alles Land unter". Der Keller stehe unter Wasser, zudem laufe das Wasser die Wände runter, als sei die Wasserleitung aufgedreht. Insgesamt bezeichnet der Kolbermoorer die Schäden als massiv. Seine einzige Hoffnung ist, dass seine Pumpe noch funktioniert, damit er möglichst rasch das Wasser aus dem Keller bekommt.

"Nicht so viel palavern"

Eine Forderung Kniegers wäre eine möglichst schnelle Mangfallsanierung. "Mein Wunsch an die Politik ist: Nicht so viel palavern, sondern schneller reagieren." Das Projekt Mangfallsanierung bestehe schon "seit x Jahren" und gehe sehr, sehr langsam voran. "Dass man das immer wieder - aus was für einem Grund auch immer - hinauszögert, müsste nicht sein", so Krieger.

Im Moment freut er sich aber einfach nur darauf, endlich wieder nach Hause zu kommen. "Dahoam is dahoam, wie man so schön sagt in Bayern."

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © lm

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