FDP-Bürgermeisterkandidat im Interview

Clemente: "Würde mich mit aller Kraft für Waldbad-Erhalt einsetzen"

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Die FDP schickt als ihren Bürgermeister-Kandidaten Valentin Clemente ins Rennen.

Waldkraiburg - Im Interview mit innsalzach24.de berichtet FDP-Bürgermeisterkandidat Valentin Clemente über seine Motivation und Pläne.

"Wir als FDP Kreisverband haben uns anlässlich der kommenden Wahlen dazu entschlossen, uns noch stärker kommunal verankern zu wollen", berichtet FDP-Bürgermeisterkandidat Valentin Clemente gegenüber innsalzach24.de.


Hierbei sei ihnen die Gründung von Ortsverbänden ein wichtiges Anliegen und es sei ihnen klar, auch in der größten Stadt im Landkreis einen Ortsverband gründen zu wollen. "Dabei kam natürlich die Frage auf, ob wir neben der Stadtratsliste auch einen Bürgermeisterkandidaten aufstellen. Ab diesem Punkt wurde mir bewusst, wenn wir hier ernst genommen werden wollen, müssen wir auch einen Kandidaten aufstellen."

Clemente: "Möglichst große Auswahl an Parteien und Kandidaten bieten"

Ihm persönlich sei es wichtig, dass den Wählern eine möglichst große Auswahl an Parteien und Kandidaten geboten werde. "Nur so behalten wir eine lebendige Demokratie. Mein Lebensmittelpunkt liegt in dieser Stadt, ich arbeite hier und gehe hier meinen Ehrenämtern nach, weil ich in dieser Stadt etwas bewegen und den Bürgern dienen will. Ich liebe diese Stadt, weil ich sie einzigartig finde und weil sie viel Potenzial hat. Was würde also näher liegen als eine Bürgermeisterkandidatur?"


Er engagiere sich bereits seit vielen Jahren politisch bei der FDP im Landkreis, berichtet Clemente. "Außerdem war ich bereits Direktkandidat bei der Bezirkstagswahl und gehöre dem FDP-Kreisvorstand an. Ich engagiere mich ehrenamtlich bei der BRK Bereitschaft und bei der Wasserwacht in Waldkraiburg als Führungskraft", erzählt er weiter. "Deshalb sehe ich unsere Stadt aus vielen verschiedenen Blickwinkeln, komme ins Gespräch mit Bürgern und bekomme so einiges mit."

Beruflich sei er als Rettungssanitäter in der BRK-Rettungswache in Waldkraiburg tätig. "Dort arbeite ich auch im Qualitätsmanagement des Kreisverbandes und bin ausgebildeter Qualitätsauditor. Komplexe Führungs- und Organisationsstrukturen sind mir also nicht fremd, Führungsverantwortung und lösungsorientiertes Arbeiten gehören zu meinen Kernkompetenzen."

Clemente: "Alter offensichtlicher Unterschied"

Neben Clemente haben, nach aktuellem Stand, noch drei weitere Parteien Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Für die UWG tritt erneut Amtsinhaber Robert Pötzsch an. Die CSU schickt Sportmoderator Wolfgang Nadvornik und die SPD den Zweiten Bürgermeister Richard Fischer ins Rennen.

"Ich denke einer der größten und offensichtlichsten Unterschiede zu meinen Mitbewerbern liegt vor allem in meinem Alter", erklärt Clemente. "Dieses sehe ich als Vorteil, da mir somit auch die Belange der jüngeren Generation bekannt sind, ohne natürlich dabei die anderen Generationen, vor allem die, die unsere Stadt aufgebaut haben, zu vergessen. Nichts desto trotz denke ich, dass unsere Stadt eine langfristig in die Zukunft gerichtete Politik braucht."

Clemente: "dem Stadtrat vernünftige Konzepte und Argumente liefern"

Die FDP ist aktuell nicht im Waldkraiburger Stadtrat vertreten. Als Bürgermeister würde Clemente eine Minderheiten-Regierung anführen beziehungsweise könnte sich nicht auf eine Mehrheit im Stadtrat verlassen, die zuverlässig Entscheidungen mitträgt. 

"Deshalb machen wir als FDP Waldkraiburg auch eine 'offene Liste' für den Stadtrat", berichtet Clemente. "Das heißt, jeder Bürger hat die Möglichkeit auf unserer Stadtratsliste zu kandidieren, auch ohne Parteimitglied zu sein. Für interessierte Bürger hätten wir sogar noch ein paar Plätze frei." Sie wollten natürlich mit möglichst vielen eigenen Stadträten in das Rathaus einziehen. "Umso wichtiger ist es als Bürgermeister dem Stadtrat vernünftige Konzepte und Argumente für die eigenen Projekte zu liefern und im Zweifel auch sachlich darüber zu streiten, damit am Ende Entscheidungen gefällt werden, die zum Wohle unserer Stadt und unserer Bürger ausfallen."

Clemente: "Kann das eine oder andere bessere machen"

Er persönlich und auch die Waldkraiburger FDP, hätten sich vorgenommen, einen sachlichen Wahlkampf ohne persönliche Angriffe zu führen. "Wir wollen in erster Linie herausstellen, wofür wir stehen und nicht wogegen. Herr Pötzsch hat in seiner bisherigen Amtszeit einiges zum Positiven für unsere Stadt bewegt, das will ich an dieser Stelle klarstellen", betont Clemente. "Trotzdem glaube ich, kann man das ein oder andere besser machen, gerade auch im Dialog mit den Bürgern."

Aber er denke der größte Unterschied dürfte sein, dass er sich mit aller Kraft für den Erhalt unseres Waldbades in der bisherigen Form einsetzen wolle, denn es sei ein einzigartiges Familienbad und eine Sportstätte die ihresgleichen suche, sowie fester Bestandteil der Stadt, erklärt Clemente. "Vor allem ist es aber in Zeiten, in denen immer weniger Kinder schwimmen können und folglich die Zahl der Ertrinkungsunfälle bayernweit kontinuierlich steigt, einfach unverzichtbar."

Clemente: "Vielzahl weiterer Themen"

Daneben gäbe es noch eine Vielzahl an Themen die er gerne angehen möchte.

"Auch die Förderung des Ehrenamts, sei es bei unseren Feuerwehren, dem BRK, den Sportvereinen und den anderen zahlreichen Vereinen, die das Leben in unserer Stadt prägen, liegt mir sehr am Herzen."

Hier könnt die Stadt deutlich mehr tun, um die Ehrenamtlichen unterstützen, sei es durch den Abbau bürokratischer Hürden oder stärkerer Unterstützung durch die städtischen Einrichtungen und Dienste. 

"Auch die Breitband-Infrastruktur in der Stadt und den Stadtteilen muss vorangetrieben werden, damit diese der Arbeits- und Lebenswelt unserer Bürger gerecht wird. Auch die medizinische Versorgung in unserer Stadt ist ein wichtiges Thema, denn viele unserer Hausärzte werden aus Altersgründen in den nächsten Jahren aufhören. Wir müssen unsere Stadt auch für junge Ärzte attraktiver gestalten, um unsere medizinische Versorgung vor Ort aufrecht erhalten zu können."

hs

Quelle: innsalzach24.de

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