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Kröten wandern wieder: Freiwillige gesucht

Krötenwanderung
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Ein Mitglied des Naturschutzbundes Nabu hält eine an einem Amphibienschutzzaun aufgehaltene Kröte.

Im Frühjahr machen sich Kröten und Frösche massenhaft auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Viele werden dabei auf Straßen überfahren. Doch vielerorts bewahren Freiwillige sie vor dem Tod.

Nürnberg - Sobald es auch nachts wärmer wird, wandern Frösche, Kröten, Molche und Salamander wieder zu ihren Laichplätzen. In wärmeren Gegenden wie der Mainregion seien vereinzelt schon Amphibien unterwegs, sagte der Artenschutz-Experte Uwe Friedel vom Bund Naturschutz (BN) in Nürnberg. In der kommenden Woche könnte das abhängig vom Wetter weiter zunehmen. Den Höhepunkt der Amphibienwanderung erwartet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in zwei bis vier Wochen.

Zuerst seien Grasfrösche und Molche unterwegs, erläuterte Friedel. Später folgten die Erdkröten. „Das sind die, die schubweise kommen.“ Auf ihrem Weg überqueren die Lurche oft Straßen und werden überfahren. Jedes Jahr kommen so nach Nabu-Angaben schätzungsweise mehrere Hundertausend der geschützten Tiere zu Tode.

Jedes Frühjahr helfen deshalb rund 6000 Freiwillige vom Bund Naturschutz in Bayern, um entlang von Straßen Schutzzäune aufzubauen und Frösche und Co. in Eimern über die Fahrbahn zu tragen. Auch in diesem Jahr suchen BN, Nabu und lokale Gruppen überall in Deutschland Helferinnen und Helfer, die morgens und abends die an den Schutzzäunen eingegrabenen Eimer kontrollieren sowie die dort reingefallen Amphibien bestimmen und zählen.

Das liefere wichtige Hinweise auf die Bestandsentwicklung, erläutert Friedel. Von den in Deutschland 21 heimischen Amphibien gelten 9 laut der Roten Liste als gefährdet, 3 stehen auf der Vorwarnliste. Fachleute vermuteten außerdem, dass aktuell die Bestände der bisher als häufig geltenden Arten wie Erdkröte und Grasfrosch stark zurückgegangen seien, erläuterte Nabu-Experte Sascha Schleich.

Das hänge vermutlich auch mit den trockenen Sommern in den vergangenen Jahren zusammen, sagte BN-Fachmann Friedel. „Wir sind gespannt, ob sich der eher feuchte Sommer im letzten Jahr in wieder steigenden Zahlen zeigt.“ Generell haben sich aber die Lebensbedingungen für Amphibien in Deutschland verschlechtert, da feuchte Lebensräume durch Trockenlegung, Bebauung und die Klimakrise verloren gingen. dpa

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