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Nachgefragt in Altötting und Bad Aibling

Baldige Impfpflicht: Wie halten es Alten- und Pflegeheime in der Region?

Einige Kliniken der Region haben bereits begonnen, ihre Mitarbeiter auf die ab Mitte März geltende Impfpflicht für ihren Berufstand und mögliche berufliche Konsequenzen für Impfunwillige hinzuweisen. Wie halten es aber Alten- und Pflegeheime? Wir haben uns in Altötting und Bad Aibling erkundigt.

Altötting/Bad Aibling - „Auch wir haben unmittelbar nach Veröffentlichung des Gesetzes noch im Dezember unser Mitarbeiter angeschrieben und direkt über die Gesetzeslage informiert, um allen Mitarbeitenden möglichst die nötige Zeit für anstehende Impfentscheidungen zu geben“, berichtet Josef Jung Direktor des Kreisverbandes Altötting des Bayerischen Rotes Kreuz (BRK) gegenüber innsalzach24.de. Dieser betreibt, unter anderem, das BRK-Seniorenzentrum Altötting und bietet auch Kurzzeitpflege in Seniorenhäusern sowie Tagespflege-Angebote an. „Im BRK-Kreisverband Altötting sind derzeit in den relevanten Bereichen rund 10 Prozent der Mitarbeitenden noch nicht vollständig geimpft. Einige zögern mit der Impfung noch, weil sie sich den erst neu zugelassenen Impfstoff von ‚Novovax‘ wünschen.“

Bis Mitte März müssen Beschäftigte im Gesundheitswesen nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft oder von Covid-19 genesen sind. So sieht es die „einrichtungsbezogene Impfpflicht“ vor, welche Bundestag und Bundesrat am 10. Dezember beschlossen haben. In der Region haben beispielsweise die Schön-Klinik-Gruppe und die Romed-Kliniken bereits als Konsequenz klargestellt, dass Mitarbeitern ohne nachgewiesenen Impfschutz bald die Kündigung drohen könnte und dies so auch intern kommuniziert. Die Maßnahme ist unterdessen bei Arbeitnehmervertretern nicht unumstritten. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) sprach sich entschieden gegen eine Impfpflicht für Pflegende aus. „In der aktuell hochdramatischen Lage mit geradezu explodierenden Inzidenzen insbesondere in Bayern hält die VdPB die immer lauter werdenden Rufe nach einer berufsbezogenen Impfpflicht für nicht zielführend und fordert stattdessen eine allgemeine Impfpflicht“, heißt es in einer Stellungnahme.

Druck auf Impfunwillige: Wie halten es Alten- und Pflegeheime in der Region?

„Auch wir haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits mit einem Infoschreiben über die anstehende Impfpflicht und die möglichen Konsequenzen daraus informiert“, berichtet Ugur Cetinkaya, Pflegemanager und Residenzleiter beim NOVALIS Seniorenzentrum in Bad Aibling. „Allerdings sind schon mindestens 90 Prozent davon geimpft.“ Haben sich Bewohner oder deren Angehörige schon einmal mit der Frage an ihn gewendet, ob die betreuenden Pfleger geimpft sind? „Nein, interessanterweise in den zwei Jahren, welche die Pandemie nun andauert wäre mir nicht bekannt, dass das jemand ein einziges Mal wissen wollte.“ Das Gleiche kann Josef Jung vom BRK-Kreisverband aus Altötting berichten.

 „In meinem Zuständigkeitsbereich stellen wir ab dem 15. März sicher, dass nur noch Mitarbeitende tätig sind, die vollständig geimpft sind oder alternativ ein Attest über eine medizinische Kontraindikation vorgelegt wurde. Eventuell vorliegende Atteste überlassen wir dem Gesundheitsamt zur Überprüfung. Kündigungen planen wir nicht, sondern wir werden für nicht Geimpfte das Tätigkeitsverbot, allerdings ohne Lohnfortzahlung, durchsetzen“, berichtet Jung weiter. „Wir hoffen sehr, dass sich die letzten unschlüssigen MitarbeiterInnen zu einer Impfung entschließen können. Das BRK akzeptiert aber jede individuelle Entscheidung von Mitarbeitern und wird gegebenenfalls Stellen dann neu besetzen.“

hs

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa/Symbolbild

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