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Polizei suchte mit Helikopter nach ihm

Traurige Gewissheit: Urlauber (49) stürzt am Kahlersberg in den Tod

Edelweiß 8 konnte den Verunglückten nurnoch tot bergen
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Edelweiß 8 konnte den Verunglückten nurnoch tot bergen

Ein Urlauber wurde am Donnerstag von seinem Vermieter vermisst gemeldet. Nach ausgiebiger Suche gab es für die Polizei traurige Gewissheit: der Mann war am Kahlersberg in den Tod gestürzt

Update, 2. August - 15 Uhr: Einsatzbericht des BRK BGL

Am Donnerstag (29. Juli) war die Bergwacht Berchtesgaden bei vier zeitgleichen Einsätzen gefordert: Ab 10 Uhr lief eine gemeinsame Vermisstensuche mit der Polizei, da eine Vermieterin einen 49-jährigen Urlauber aus Nordrhein-Westfalen als vermisst gemeldet hatte, weil er nicht mehr von seiner Bergtour am Vortag zurückgekommen war und sein Auto noch immer am Parkplatz Hinterbrand stand. Die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei war gerade im inneren Landkreis bei einer Übung und unterstützte die Bergwacht bei der Suche, wobei die Einsatzkräfte dann gegen 11.40 Uhr eine leblose Person westlich des Mauslochsteigs am Kahlersberg (Hagengebirge) entdeckten. Der Heli setzte Bergretter und Bergführer der Bundespolizei an der Unglücksstelle im steilen, absturzgefährlichen Schrofengelände ab, die aber nichts mehr für den tödlich Verunglückten tun konnten. Die nachgeforderte Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 8“ brachte zwei Bergretter und zwei Polizeibeamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) Berchtesgaden und Grassau zum Einsatzort, die den Unfall aufnahmen und den Verstorbenen für den Abtransport mit der Heli-Winde vorbereiteten. „Edelweiß 8“ flog den 49-Jährigen dann gegen 16 Uhr ins Tal.

Fußverletzung am Hohen Brett – Absturz im Steinernen Meer – Kopfverletzung am Jenner

Noch während die Totenbergung am Kahlersberg lief, brauchte gegen 15 Uhr eine 61-jährige Frau aus dem Landkreis Traunstein Hilfe, da sie sich im Abstieg vom Hohen Brett zum Stahlhaus am Torrener Joch unterhalb des Jagerkreuzes am Fuß verletzt hatte. „Edelweiß 8“ setzte einen Berchtesgadener Bergretter mit der Winde ab, der die Bergsteigerin kurz versorgte und in einem Rettungssitz sicherte, bevor sie mit der Winde aufgenommen und zum Schneewinkl-Landeplatz ausgeflogen werden konnte. Von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Kurz nach 15 Uhr war ein 25-jähriger Münchner in der Langen Gasse östlich des Funtenseetauern im Steinernen Meer abgestürzt und dabei schwer verletzt worden. „Christoph 14“ setzte einen Berchtesgadener Bergretter und den Notarzt schwebend über die Kufe ab, die den jungen Mann sofort medizinisch versorgten. Die Heli-Besatzung nahm den Verunfallten dann im Luftrettungssack mit der Winde auf und flog ihn nach Schneewinkl, wo er im Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter versorgt wurde, bevor ihn der Heli zum Klinikum Traunstein flog. Gegen 15.45 Uhr hatte sich ein 78-Jähriger aus dem inneren Landkreis am Jenner im Bereich des Königsbachs am Kopf verletzt. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte ihn und brachte ihn per Fahrzeug ins Tal; mit einem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes gings dann weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Pressebericht BRK BGL

Erstmeldung

Pressemeldung im Wortlaut

Berchtesgaden - Am 28. Juli brach ein 49-jähriger Urlaubsgast aus Nordrhein-Westfalen gegen Mittag zu einer Bergtour am Kahlersberg auf. Der Vermieter des Urlaubsgastes meldete diesen am Morgen des 29. Juli als vermisst, da dieser nicht mehr von seiner Bergtour zurückkam. Durch die Polizeiinspektion Berchtesgaden und Bergwacht Berchtesgaden wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und koordiniert.

Nach kurzer Fahndung wurde das Fahrzeug des Vermissten am Parkplatz Hinterbrand aufgefunden. Da die Bundespolizei in der Nähe eine Hubschrauberübung abhielt, wurde durch die Bergwacht ein Überflug des in Frage kommenden Gebietes rund um den Kahlersberg mit einem Hubschrauber der Bundespolizei organisiert.

Gegen 11.40 Uhr konnte eine leblose Person westlich des Mauslochsteigs am Kahlersberg aufgefunden werden. Bergführer der Bundespolizei sowie Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden wurden an der Unglücksstelle im steilen, absturzgefährdeten Schrofengelände abgesetzt , konnten aufgrund der schweren Verletzungen jedoch nur noch den Tod der Person feststellen.

Im weiteren Verlauf wurden zwei Einsatzkräfte der Bergwacht sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Berchtesgaden und Grassau durch den Polizeihubschrauber Edelweiß an die Unglücksstelle geflogen. Hier erfolgten die Unfallaufnahme sowie die Bergung des Abgestürzten. Der Verunfallte wurde im Anschluss gegen 16 Uhr ins Tal geflogen.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Polizeiinspektion Berchtesgaden geführt. 

Pressemeldung Polizei Berchtesgaden

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