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Am Montag an 60 verschiedenen Orten

Über 10.000 Personen bei “Spaziergängen“ in Region: Zum ersten Mal auch in Berchtesgaden

Markt von Berchtesgaden
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Schweigend ging es über den Weihnachtsschützenplatz durch den Markt von Berchtesgaden.

Über 10.000 Menschen fanden sich am Montagabend (10. Januar) an 60 verschiedenen Orten in Südostbayern zum „Spazieren“ zusammen. Zum ersten Mal auch in Berchtesgaden.

Berchtesgaden – Über 10.000 Personen sind am Montagabend (10. Januar) in den neun Landkreisen, die in der Zuständigkeit des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd liegen, auf die Straße gegangen. In 60 Orten trafen sich Personen zum “Spazieren”, wie es offiziell heißt. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage der BGLand24.de. Auch in Berchtesgaden waren erstmalig Bürger auf der Straße unterwegs, rund 100 insgesamt. Die Zahl derer, die sich zum gemeinsamen Spazieren treffen, wächst von Woche zu Woche. Bereits bei den Montags-“Spaziergängen“ am 3. Januar hatte es, laut Polizei, in 40 Orten Versammlungen gegeben.

Der Großteil der Treffen sei nicht angezeigt gewesen, sagte der Sprecher. Die Versammlungsfreiheit in Deutschland sei aber ein hohes Gut. „Von unserem gesetzlichen Auftrag her sind wir dazu verpflichtet, die Versammlungen zu schützen.” Somit lasse sich auch die Polizeipräsenz bei allen „Spaziergängen“ erklären.

„Denn wir werden häufig gefragt, wieso wir überhaupt dabei sein müssen.” Über die Zahl der Polizeibeamten, die die Spaziergänge in den Landkreisen begleiteten, konnte der Polizeisprecher keine Auskunft erteilen. „Es ist unmöglich, das zu sagen, da über die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten vor Ort entschieden wird”, so der Sprecher. Im Durchschnitt seien pro Versammlung 200 bis 300 teilnehmende Personen zu verzeichnen gewesen, in Reichenhall deutlich mehr.

Zum ersten Mal auch in Berchtesgaden

In Berchtesgaden, wo sich erstmals rund 100 Personen trafen, war die Polizei mit zwei Fahrzeugen und drei Einsatzkräften vor Ort. Vom Rathaus Berchtesgaden aus gingen die Teilnehmer über den Schlossplatz, durch die Fußgängerzone, später entlang der Maximilianstraße durch den Markt von Berchtesgaden - begleitet von den Polizeibeamten in ihren Fahrzeugen. Einige führten Teelichte, andere Laternen mit sich mit. 

Einziger Verstoß in Rosenheim

„Unangemeldete Versammlungen stellen grundsätzlich einen Verstoß dar”, heißt es bei der Polizei. Weil ein Auflagenbescheid des zuständigen Landratsamtes in solch einem Fall fehlt, übernehme die Polizei: „Wir achten dann darauf, dass die Spielregeln eingehalten werden.” In manchen Fällen müsse die Polizei per Lautsprecher die Teilnehmer auf die Regeln aufmerksam machen. In Berchtesgaden war das nicht der Fall. Zu Verstößen kam es lediglich in Rosenheim, teilte der Sprecher mit. Bei einem nennenswerten Zwischenfall biss eine Frau einen Polizeibeamten. 

Für die Polizei seien die Versammlungen an den verschiedenen Orten “ein komplexes Thema”. Über soziale Netzwerke wie Telegram verabreden sich die Teilnehmer in der Regel. „Natürlich sind wir dort vertreten und bekommen das auch mit”, sagte der Pressesprecher. „Allerdings sind wir keine Geheimagenten, die die Foren durchforsten.” 

Wie es in den kommenden Wochen weitergehe, sei „schwierig zu prognostizieren”. Weil die Zahl der Teilnehmer und die Anzahl der Treffen in den vergangenen Wochen sukzessive gestiegen war, erwarten die Verantwortlichen im Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch für die kommenden Wochen präsenzstarke Treffen: „Es ist schwer vorhersehbar, wie sich die nächsten Wochen gestalten werden. Das hängt von den politischen Entscheidungen im Land ab.” Denn darauf reagierten die Teilnehmer immer recht schnell, heißt es bei der Polizei. 

kp

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