Asylbewerber in der Region unter Verdacht

Angebliche Vergewaltigungen - Gerüchteküche brodelt

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Kolbermoor/Waldkraiburg - Nach den Übergriffen in Köln werden wir wieder häufiger gefragt: "Warum berichtet ihr nicht über die Vergewaltigungen in der Region?" Offenbar greifen derzeit zahlreiche Gerüchte um sich und verbreiten sich vor allem über Facebook.

Nach den schrecklichen Verbrechen in der Silvesternacht in Köln erreichen unsere Redaktion wieder vermehrt Anfragen, warum wir über vermeintliche Vergewaltigungen nicht berichten würden. Mal sollen in Kolbermoor 15 Männer über eine Frau hergefallen sein, in einem anderen Fall wird behauptet, in Waldkraiburg sei ein 16-jähriges Mädchen von fünf Männern vergewaltigt worden. 

Das sagt die Polizei 

Die Polizei teilte unserer Redaktion auf Nachfrage mit, dass es sich in beiden oben beschriebenen Fällen um haltlose Gerüchte handelt. Weder in Waldkraiburg, noch in Kolbermoor wurden Gruppenvergewaltigungen angezeigt. Wenn solche Fälle vorliegen, informiert die Polizei die Bevölkerung darüber. 

Und das geschieht auch. So informierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd etwa zuletzt über einen sexuellen Übergriff auf eine 15-Jährige in Burghausen mit einem jugendlichen Asylbewerber als Verdächtigen, ebenso wie über einen Sex-Übergriff auf eine 27-Jährige in Waldkraiburg. Hier ist ein Afghane derzeit in U-Haft. 

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums bittet Bürger, die belastbare Beobachtungen oder Informationen zu tatsächlichen Verbrechen haben, sich an die Polizei zu wenden. Gerüchte, die schlicht auf Hörensagen basieren und über die Sozialen Netzwerke verbreitet werden, würden niemanden nutzen. 

Wir können unseren Usern die Garantie geben, dass über jedes Verbrechen dieser Art in der Region, welches tatsächlich belegbar ist, auf unseren Portalen berichtet wird. An Spekulationen, die ein Angstklima gegen Asylbewerber schüren sollen, beteiligen wir uns aber nicht. 

ln/mg

Quelle: rosenheim24.de

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