Hochwasserschutz: Mehrere Bäume gefällt

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v.l. Gerhard Lichtnecker, Projektleiter beim Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und der Bürgermeister von Kolbermoor, Peter Kloo.
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Kolbermoor – Im gesamten Mangfallbereich werden in den nächsten Wochen mehrere Bäume gefällt. Dies ist eine der Maßnahmen zum Schutz vor einem neuen Hochwasser:

Spaziergänger bemerken in diesen Tagen, dass entlang der Mangfall in Kolbermoor mehrere Bäume gefällt werden. Dies ist eine der Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor einem neuen Hochwasser, die seit Montag, 10.06., durchgeführt wird. Damit soll vor allem die Standsicherheit des Damms sichergestellt werden.

In welchen Bereichen gerodet wird:

Begonnen wurde mit den Baumfällungen auf der Nordseite der Mangfall, zwischen der Carl-Jordan-Straße und der Brückenstraße, auf einer Länge von 450 Metern. Hier wurden bislang etwa 30 Bäume abgeholzt, erklärt Gerhard Lichtnecker vom Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt. Vorher wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rosenheim ein Gutachten über die dort lebenden Tiere erstellt. Dieses hat ergeben, dass für die Tiere keine Gefahr besteht, lediglich ein paar Vogelnester müssen umgesetzt werden, so Lichtnecker, der Projektleiter in der Planungsabteilung des Wasserwirtschaftsamtes ist.

Weitere geschätzte 120 Bäume sollen insgesamt im Bereich der Stadt Kolbermoor folgen. Dafür werden weitere Rodungen zwischen der Carl-Jordan-Straße und der Brünsteinstraße vorgenommen, erklärt Lichtnecker. Diese sollen in den nächsten zwei bis drei Wochen fertiggestellt sein, um eine erneute Unterspülung des Mangfalldamms bei einem Hochwasser zu verhindern.

Warum Bäume bei Hochwasser gefährlich sind:

Mit einer Bepflanzung in den Dammbereichen kann eine Unterspülung nicht ausgeschlossen werden. Gerade unter den Bäumen befinden sich viele Wühlmäuse, die den Damm lockern, erklärt Lichtnecker. Wenn dieser nun bei einem Hochwasser noch zusätzlich aufgeweicht wird, dann ist die Gefahr groß, dass die Bäume in den Fluß fallen und dann Brücken verstopfen, so der Projektleiter.

Doch nicht nur das, sollte dies passieren ist auch der Damm instabil. Deshalb sollen nun im gesamten Mangfallbereich die Bäume fallen. Nach Kolbermoor folgen weitere Dammbereiche in Bad Aibling, Bruckmühl, bis nach Feldolling.

Rodungen in Kolbermoor:

Rodungen nach Hochwasser in Kolbermoor

In einer weiteren Konsequenz werden, nachdem die Bäume gefällt und die Wurzelstöcke entfernt wurden, Spundwände aufgestellt, erklärt Lichtnecker. Dafür wird der Damm noch einmal verbreitert und dann können die Spundwände bis zu sieben Meter in der Tiefe verankert werden, ohne Grundwasserströme zu behindern. Die ganze Maßnahme entlang der Mangfall, von Kolbermoor bis nach Feldolling, soll in vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein.

Quelle: rosenheim24.de

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