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Jetzt sollen Jüngere ran

Nach 18 Jahren Amt: Marcel Huber gibt CSU-Kreisvorsitz in Mühldorf auf

Dr. Marcel Huber wird nach 18 Jahren nicht mehr als CSU-Kreisvorsitzender im Landkreis Mühldorf kandidieren.
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Dr. Marcel Huber wird nach 18 Jahren nicht mehr als CSU-Kreisvorsitzender im Landkreis Mühldorf kandidieren.

18 Jahre lang führte Dr. Marcel Huber den CSU-Kreisverband Mühldorf. Bei der nächsten Wahl wird er nicht mehr für das Amt kandidieren. Ob er 2023 erneut in den Landtag einziehen will, lässt er offen. Wen er als Nachfolger favorisiert, daraus macht der Abgeordnete aber kein Geheimnis.

Ampfing/Mühldorf/München – Nach 18 Jahren als CSU-Kreisvorsitzender im Landkreis Mühldorf wird der Ampfinger Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber nicht mehr für den Vorsitz des CSU-Kreisverbandes bei den kommenden Wahlen im Sommer oder Herbst kandidieren. Das kündigte Huber exklusiv gegenüber den OVB-Heimatzeitungen an.

Politische Arbeit hat sich mit der Digitalisierung fundamental verändert

Der Kreisvorsitzende begründet seine Entscheidung mit dem starken gesellschaftlichen Wandel, der Digitalisierung und der damit verbundenen völligen Veränderung der politischen Arbeit. Er wolle das Amt deshalb „in jüngere Hände weitergeben“, so Huber in einem Schreiben an den CSU-Kreisvorstand und die Ortsvorsitzenden der Partei.

Huber spricht sich für Landrat Heimerl als Nachfolger aus

Ohne den zuständigen Gremien vorgreifen zu wollen, hat sich der langjährige Kreisvorsitzende gegenüber dem Vorstand auch schon festgelegt, wen er für den geeigneten Nachfolger hält: Landrat Max Heimerl. „Er ist der in unserem Kreisverband, der aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten bayernweit in Politik und Behörden am besten vernetzt ist und auch in der CSU einen anerkannten Namen hat.“

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Heimerl zur Kandidatur bereit

Der heiße Nachfolge-Kandidat: Landrat Max Heimerl, der seine Kandidatur bereits bestätigt hat.

Heimerl, der im Frühjahr 2020 zum neuen Landrat gewählt wurde, hat sich auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bereits bereit erklärt, für das Amt zu kandidieren.

Bislang war der CSU-Kreisvorsitz im Landkreis Mühldorf wie ein ungeschriebenes Gesetz stets an das Landtagsmandat gebunden. Diese Tradition geht auf den Beginn der 1960er-Jahre zurück, als MdL Sebastian Huber die Kreis-CSU führte. Auch bei seinen Nachfolgern Nikolaus Asenbeck und Uli Lode blieb das so.

Kandidatenkarussell für Landtagswahlen beginnt sich zu drehen

Hat Huber mit seiner Entscheidung, nicht mehr für den Kreisvorsitz zu kandidieren, also auch das Kandidatenkarussell für die nächsten Landtagswahlen in Bewegung gesetzt? Der 63-jährige Abgeordnete äußert sich nicht dazu, was dieser Schritt im Hinblick für eine weitere Kandidatur im Jahr 2023 bedeutet. „Ob ich selbst oder jemand anderes 2023 für die CSU im Landkreis ins Rennen geht, ist noch völlig offen – warten wir’s ab.“

Es gebe etliche Beispiele dafür, dass Landtagsmandat und Kreisvorsitz miteinander verbunden sein müssen, so der Abgeordnete. „Bundestagsabgeordnete, Landräte oder Nicht-Mandatsträger können genauso das Amt als Kreisvorsitzender ausfüllen.“

Huber: Übergang sollte unaufgeregter gelingen als 2003

Der Kampf um die Nachfolge des Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber dürfte aber eingeläutet sein.

Das ist auch dem Staatsminister a. D. bewusst. Er erinnert sich an seine Nominierung im Jahr 2003 als Kreisvorsitzender und Landtagskandidat zurück. Damals sei es nach dem Rückzug Uli Lodes aus beiden Ämtern „gewissermaßen um einen Neuanfang, eine Neujustierung der Kreis-CSU gegangen, bei der natürlich die verschiedenen Interessensgruppen ihren Einfluss geltend machten.“

„Meiner Erwartung nach dürfte der Übergang diesmal weit unaufgeregter über die Bühne gehen, da ich in jedem Fall noch einige Zeit MdL bleibe und wir mit unserem gemeinsamen Ziel, die konservative Mitte bestmöglich gegen alle Polarisierungstendenzen zu vertreten, genug beschäftigt sind.“

Bedauern und Verständnis

Mit Bedauern und Verständnis wird die Ankündigung Hubers in Parteikreisen aufgenommen. In diesem Sinne äußert sich etwa Ulrich Niederschweiberer aus Mühldorf, einer der vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden. „Wir verlieren einen sehr kompetenten und starken Kreisvorsitzenden.“

Pollmann für Heimerl

Es sei auch zu akzeptieren, dass sich Huber hinsichtlich einer erneuten Landtagskandidatur noch nicht äußert, findet Stephanie Pollmann. „Die Wahl ist 2023. Wir haben jetzt vor allem eine Bundestagswahl vor uns“, sagt die Waldkraiburgerin, die bei der Landtagswahl 2018 als Zweitstimmenkandidatin angetreten war, sich aber zu ihren Ambitionen nicht äußern will. Ausdrücklich spricht sich Pollmann für Max Heimerl als künftigen Kreisvorsitzenden aus. „Er verbindet Jung und Alt und hat eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.“

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