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Als Brite in Deutschland gelandet

„England gewinnt im Elfmeterschießen“ - Brite Will Stacey aus Mühldorf drückt „Three Lions“ die Daumen

Will Stacey kommt aus England, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland. Seit 2015 ist der freiberufliche Übersetzer ein Mühldorfer.
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Will Stacey kommt aus England, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland. Seit 2015 ist der freiberufliche Übersetzer ein Mühldorfer.

Wenn er am Dienstag um 18 Uhr das EM-Achtelfinalspiel Deutschland gegen England mitverfolgt, dann ist für den Engländer Will Stacey, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt, ganz klar, wem er die Daumen drückt: den Three Lions. Am liebsten wäre ihm, wenn England spielerisch überzeugen und gewinnen würde.

Mühldorf – Wenn er sich heute um 18 Uhr vor den Fernseher setzt und das EM-Achtelfinalspiel Deutschland gegen England mitverfolgt, dann ist für Will Stacey ganz klar, wem er die Daumen drückt: den Three Lions. Er hat auch ein Wunschergebnis: England gewinnt im Elfmeterschießen und zieht damit ins Viertelfinale ein. Wenn er allerdings das Herz ausblendet und den Verstand sprechen lässt, dann weiß er: „Ein knapper Sieg für Deutschland wäre wohl der vernünftigste Tipp, gerade wegen Manuel Neuer im Tor.“

Verliererfluch endlich verbannen

Will Stacey lebt seit 20 Jahren in Deutschland und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer. Er kommt ursprünglich aus Shrewsbury, einer Stadt an der walisischen Grenze, die Mühldorf nicht ganz unähnlich ist. „Sie liegt sogar auch in einer Flussschleife“, erzählt er. Stacey hat in England Germanistik studiert und bei einem Auslandsjahr in Augsburg seine Lebensgefährtin kennengelernt: Sabine Angerbauer, eine gebürtige Mühldorferin. Seit 2015 leben die beiden wieder in Mühldorf.

„Dem Southgate würde ich es wünschen“

Den Sieg im Elfmeterschießen würde sich Will Stacey vor allem wegen des englischen Bundestrainers Gareth Southgate wünschen. Schließlich hat Southgate, als er noch aktiver Spieler war, beim EM-Halbfinalspiel gegen Deutschland den entscheidenden Elfmeter verschossen. „Dem Southgate würde ich es wünschen, aber auch der gesamten englischen Mannschaft. Es wäre schön, wenn sie den Fluch endgültig verbannen könnten“, sagt Will Stacey.

Der 43-Jährige hat selbst auch Fußball gespielt und in der Vorrunde der Europameisterschaft sowohl die Spiele der deutschen als auch der englischen Nationalmannschaft verfolgt. Dabei fällt sein Urteil bei beiden Teams positiv aus. Der deutschen Mannschaft bescheinigt er, dass sie souveräner wirken und taktisch besser agieren. Seinen Engländer sieht er nach der überzeugenden Vorrunde aber auch auf einem guten Weg.

England soll mit spielerischen Mitteln überzeugen

Für das heutige Spiel stellt er folgende Prognose: Wenn England defensiv genauso diszipliniert wie Ungarn spielt, könnten zwei oder drei gelungene Konter mit schnellen Spielern wie Sterling entscheidend sein. „Als Zuschauer würde ich mich aber natürlich am meisten freuen, wenn junge, kreative Offensivtalente wie Foden und Grealish von Anfang an eine Chance bekommen und England in einem offenen Spiel mit spielerischen Mitteln überzeugen würde – wie beispielsweise Deutschland gegen Portugal“, sagt Stacey. Er ist gespannt, wie viel Risiko England eingehen wird. Bei seiner persönlichen Spielanalyse stellte er fest, dass die Three Lions „in den ersten zehn Minuten immer richtig gut spielen, dann aber häufig enttäuschend weitermachen“. Da die Deutschen als Angstgegner des englischen Teams gelten, befürchtet er, dass das nicht reichen wird.

Stimmung für einen Abend getrübt?

Mit ihm wird auch seine deutsche Lebensgefährtin Sabine Angerbauer das Spiel verfolgen, deren Sympathien eher auf deutscher Seite sind. Allerdings hat sie oftmals ein Faible für Außenseiter, so dass sie sich über einen englischen Erfolg auch freuen könnte. „Sabine ist extrem großzügig und gönnt uns den Erfolg auf alle Fälle“, weiß Will Stacey.

Sollte die englische Mannschaft den Einzug ins Viertelfinale heute nicht schaffen, wäre „die Stimmung für einen Abend sicher getrübt“, sagt Stacey. Er sei nicht so erfolgsverwöhnt, was Spiele gegen Deutschland anbelangt. Danach kann er aber umso entspannter den weiteren Weg der deutschen Nationalmannschaft im Turnier verfolgen. Er würde sich sogar über einen EM-Erfolg des deutschen Teams freuen.

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