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Kindern einfach Hilfe bieten

Nach Landkreis-Ja zu Notinseln für Kinder: Verfolgt Mühldorf eigenes Konzept weiter?

Notinsel –Bei Geschäften, Büros oder Einrichtungen, wo dieser Aufkleber zu sehen ist, können sich Kinder hinwenden, wenn sie Unterstützung brauchen.
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Bei Geschäften, Büros oder Einrichtungen mit dem Notinsel-Aufkleber an der Tür, können Kinder in Not Unterstützung finden.

Der Landkreis Mühldorf will eine Notinsel-Partnerschaft eingehen. Die Stadt Mühldorf hatte das abgelehnt und ist dabei ein eigenes Konzept zu erarbeiten. Was wird nun daraus?

Mühldorf - Der Notinsel-Aufkleber an Schaufenstern und Türen von Geschäften oder Betrieben soll Kindern zeigen, dass ihnen an diesem Ort geholfen wird. Egal, ob ihnen auf dem Schulweg etwas passiert ist, sie gerade Hilfe brauchen, weil sie von anderen bedrängt werden oder auch nur, weil sie den Bus verpasst haben und nicht weiterwissen. Der Landkreis will solche Notinseln einrichten und dafür eine Partnerschaft mit der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel + Gretel“ eingehen.

Dafür sind einmalig  750 Euro zu bezahlen, danach 195 Euro pro Jahr als Betreuungspauschale. Dazu kommen Materialkosten für die Bewerbung des Projekts bei Kindern sowie für die Kennzeichnung der Standorte. Den Personaleinsatz für die Umsetzung im Landkreis schätzt das Landratsamt auf 30 bis 50 Stunden pro Jahr.

Keine Gegenleistung für das Geld

Ein Geld- und Personalaufwand, den sich die Stadt Mühldorf so nicht leisten wollte. Begründung: Die Stadt müsste die Arbeit leisten und Gebühren für keine Gegenleistung der Stiftung bezahlen. Die Stadt geht von rund 5000 Euro für Personal- und Sachkosten aus. Im Mai 2022 wurde ein entsprechender Antrag im Hauptausschuss abgelehnt. Stattdessen hat die Stadt beschlossen, selbst ein ähnliches Schutzkonzept für Kinder aufzubauen.

Nachdem die Entscheidung des Landkreises für die Notinseln öffentlich geworden ist, fragte Claudia Hausberger (CSU) im Mühldorfer Hauptausschuss nach: „Wie will die Stadt jetzt weitermachen. Ist ein eigenes Konzept jetzt noch sinnvoll?“

„Ich weiß nichts von den Plänen des Landkreises“, so Bürgermeister Michael Hetzl (UM). Er schlug vor abzuwarten „wie das Landratsamt die Notinseln ausführt“. Es sei nicht sinnvoll mit dieser Idee zweigleisig zu fahren und Anlaufstellen für Kinder in Mühldorf doppelt einzurichten. Man werde mit der Erarbeitung eines eigenen Konzepts pausieren. Das, was bereits in den Gesprächen erarbeitet wurde, ginge ja nicht verloren.

Stadt-Konzept erst mal auf Eis gelegt

Bis Ende Oktober hatten in der Stadt bereits Gespräche zwischen Stadträtin Claudia Hausberger (CSU), Stadtrat und Jugendreferent Gottfried Kirmeier (SPD) und der Abteilung für Kinderbetreuung, Schulen und Jugend stattgefunden.

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