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Tatverdächtige aus dem Landkreis Mühldorf

Einbruchserie in Schulen geklärt – Sieben Burschen zwischen 16 und 20 Jahren in Verdacht

Im Gymnasium Waldkraiburg wurde bei dem Einbruch im November der Verwaltungstrakt so verwüstet, dass der Unterricht am Tag darauf digital stattfinden musste.
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Im Gymnasium Waldkraiburg wurde bei dem Einbruch im November der Verwaltungstrakt so verwüstet, dass der Unterricht am Tag darauf digital stattfinden musste.

Sieben junge Männer – aus Mühldorf, Waldkraiburg und Neumarkt-St. Veit – sind ins Visier der Polizei geraten. Sie sollen für Einbrüche in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Rosenheim verantwortlich sein.

Mühldorf – Sieben junge Männer – aus Mühldorf, Waldkraiburg und Neumarkt-St. Veit – sind ins Visier der Polizei geraten.

Sie sollen für die Einbruchserie in unterschiedliche Schulen in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Rosenheim zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember 2021 verantwortlich sein. Von diesen sieben Tatverdächtigen befinden sich mittlerweile zwei in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft wegen Einbruch und Sachbeschädigung dauern noch an.

Zwei Beschulditgte sitzen in U-Haft

Die Serie begann nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in der Nacht von 26. auf 27. Oktober 2021 mit einem Einbruch in das Berufliche Schulzentrum Mühldorf. Weitere Einbrüche folgten Mitte November in Waldkraiburg sowohl in die Realschule, wo die Täter einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag aus dem Tresor entwendeten, als auch ins Gymnasium. Weil die Einbrecher dabei den Verwaltungstrakt komplett verwüstet hatten, konnte am folgenden Tag im Gymnasium kein Präsenzunterricht stattfinden. Eine Woche später wurde auch in die Mittelschule Waldkraiburg eingebrochen. Fortgesetzt wurde die Serie in der Mittelschule Neumarkt-St. Veit, ehe Ende November in Wasserburg die Berufsschule sowie die Fachober- und Berufsoberschule von Einbrechern heimgesucht wurden.

Auf frischer Tat ertappt

Am 2. Dezember 2021 ging die Serie mit dem nächsten Ziel der bis dahin unbekannten Täter weiter. Sie wurden auch im Landkreis Altötting an der Grund- und Mittelschule Töging aktiv. Dort richteten sie 400 Euro Sachschaden an, machten aber keine Beute. Vom 3. auf den 4. Dezember 2021 wurden wieder Schulen im Stadtbereich Mühldorf Ziele der Täter. Zunächst stiegen sie in die Grundschule Mößling ein, ehe sie gegen 3.30 Uhr morgens die Berufsschule II heimsuchten.

Dabei konnten zwei Jugendliche aus Mühldorf und Waldkraiburg, 16 und 17 Jahre alt, auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ der zuständige Ermittlungsrichter Untersuchungshaft gegen die beiden. Sie sitzen derzeit in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führten zu fünf weiteren Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren aus Mühldorf und Neumarkt-St. Veit. Derzeit wird die Beteiligung der einzelnen Tatverdächtigen an den genannten Taten geprüft. Insoweit dauern die Ermittlungen an.

Am 4. Dezember, um 3.30 Uhr früh, wurden ein 16- und ein 17-Jähriger auf frischer Tat bei ihrem Einbruch in das Berufsschulzentrum II in Mühldorf ertappt und festgenommen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung konnten die Ermittler bei einem 18-jährigen Tatverdächtigen mutmaßliche Tatbeute aus einem der Einbrüche sicherstellen. Während der Einbruchserie wurden Bargeld, elektronische Geräte und weiteres Schulzubehör im Wert von rund 30.000 Euro erbeutet.

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Die Täter hatten meist nur Bargeld im Visier, Computer und Laptops ließen sie in der Mehrzahl der Einbrüche zurück. Weit höher ist der Sachschaden, den die Einbrecher bei den jeweiligen Taten angerichtet hatten, indem sie Türen, Fenster und Schränke aufbrachen. Die Ermittler beziffern den Gesamtsachschaden auf ungefähr 65.000 Euro.

Details werden noch ermittelt

Die Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft dauern an. „Unsere Aufgabe ist es herauszufinden, wie hoch die Tatbeteiligung der einzelnen Verdächtigen bei den jeweiligen Taten tatsächlich war“, erläutert Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. „Wer hat welche Tat mit wem verübt, was war mit wem abgesprochen.“ Bei sieben Tatverdächtigen kann sich diese Ermittlungsarbeit noch über einen längeren Zeitraum hinziehen. Ebenfalls noch ungeklärt ist, wie die Täter ihre Einbruchsobjekte ausgewählt haben, wie sie zu den Schulen gekommen sind oder welche Tatwerkzeuge sie verwendet haben.

Einbrüche in Schulen: Meist wird mehr Sachschaden angerichtet als Beute gemacht

Einbrüche in Schulen kommen immer wieder vor. So verurteilte das Amtsgericht Mühldorf im Sommer 2019 zwei 19- und 25-jährige Männer, nachdem sie über Monate hinweg immer wieder in Schulen, Kindergärten und Firmen eingebrochen waren. Die Beute war jedes Mal überschaubar, der Schaden aber um so größer: Für 9095 Euro Beute richteten sie rund 41000 Euro Schaden an. Mit noch mehr Gewalt zugange war im gleichen Jahr eine neunköpfige Tätergruppe, mit denen die Polizei zwei Raubtaten und 28 Einbruchdiebstähle in Verbindung brachte. Alleine in der staatlichen Berufsschule richteten die Täter einen Schaden von mehr als 50.000 Euro an. Insgesamt belief sich der Schaden auf rund 110000 Euro, die Beute fiel mit rund 20000 Euro im Vergleich dazu gering aus. Die Täter waren damals übrigens zwischen 13 und 20 Jahre alt.

Im September 2019 verwüsteten Täter außerdem den Verwaltungstrakt am Ruperti-Gymnasium Mühldorf und richteten dabei einen Sachschaden von rund 10.000 Euro an.

hi

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