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Wahlen im Herbst

„Wir brauchen eine Rolle vorwärts“: Schweinezüchter aus Region Mühldorf will Chef der bayerischen Bauern werden

Gerhard Langreiter hat nicht nur 170 Schweine im Stall, er züchtet auch Jungsauen und Ferkel.
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Gerhard Langreiter hat nicht nur 170 Schweine im Stall, er züchtet auch Jungsauen und Ferkel.

„Wir brauchen eine Rolle vorwärts und müssen das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder stärken“, erklärt der Oberneukirchner Gerhard Langreiter. Er kandidiert für den Präsidentenposten im bayerischen Bauernverband.

Mühldorf – Der stellvertretende Kreisobmann Gerhard Langreiter will Präsident des bayerischen Bauernverbandes werden.

Und wenn es nach den oberbayerischen Delegierten geht, könnte das auch klappen: „Wir haben das auf einer Videokonferenz des Bezirks diskutiert, und alle fanden es gut“, erklärte der BBV-Kreisvorsitzende Ulrich Niederschweiberer am Dienstagabend in Mößling im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr. Der bisherige BBV-Präsident Walter Heidl tritt bei der Wahl im Herbst in Herrsching nicht mehr zur Wahl an.

Mit eigenem Blog im Netz

Da der Amtsinhaber bei der Landesversammlung am 21. Oktober nicht mehr kandidieren wird, haben schon vor einigen Wochen zwei weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. Doch Landwirt Gerhard Landreiter, momentan noch 40 Jahre alt, sieht in Stefan Köhler und Günther Felßner keineswegs ein Hindernis. „Wir brauchen eine Rolle vorwärts und müssen das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder stärken“, erklärt der Oberbayer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Mit den beiden aus Franken stammenden Konkurrenten steht er laut eigener Aussage in einem guten Kontakt.

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Wie Langreiter in den vergangenen zehn Jahren auf den verschiedensten Ebenen des Bauernverbandes bei seiner Gremienarbeit festgestellt hat, sei es dringend nötig, dass Landwirte generell wieder mehr miteinander kommunizieren. Nicht zuletzt, um ihre Verhandlungsposition im politischen Alltag zu stärken. „Ich bin ja auch in den sozialen Medien aktiv, aber wir müssen auch vor Ort wieder mehr miteinander reden“, zeigt sich der zweifache Familienvater überzeugt, der seit vergangenem Jahr auch Vorsitzender des Fleischerzeugerrings Mühldorf-Traunstein ist.

Wie der Mann, der über die katholische Landjugendbewegung zum Bauernverband kam, bei der Veranstaltung mit Bauminister Christan Bernreiter (CSU) vor rund 100 Mitgliedern des Kreisverbandes erklärte, wolle er die nötige Verjüngung des Verbandes vorantreiben und die vielen Problemfelder für Landwirte aktiv angehen. Darunter beispielsweise auch die drängenden Fragen der artgerechten Tierhaltung.

Selbst bewirtschaftet der Schweinebauer samt Pachtflächen 30 Hektar Land und 7,5 Hektar Wald. Hauptsächlich, um frische Nahrung für seine 170 Muttersauen und deren Ferkel zu erhalten, die er in seinem Betrieb nachzüchtet und bis zu einem Gewicht von 30 Kilo aufzieht.

Die Verbandsarbeit traut er sich im Einklang mit seiner Familie zu: „Ich bin schon eine Weile in mich gegangen, um zu überlegen, was das für uns bedeutet“, so Gerhard Langreiter. Aber schließlich hängt für den fortschrittlichen Landwirt, der schon seit Längerem in einem Blog über seinen Arbeitsalltag berichtet, sowieso alles miteinander zusammen. So ist es seiner Ansicht nach dringend nötig, auch mit den Verbrauchern in einen engeren Austausch zu kommen, um besser herauszustellen, auf welche Weise die Bauern mit ihren Erzeugnissen zur Versorgung der Gesellschaft beitragen.

Starke Konkurrenz aus Franken

Außer Langreiter haben Stefan Köhler, Schweinezüchter und BBV-Bezirkpräsident in Unterfranken, und Günther Felßner, Milchbauer aus Mittelfranken und Vertreter des BBV-Präsidenten Walter Heidl ihre Kandidatur bekundet. Die Neuwahl findet im Herbst statt.

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