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Corona-Lage im Landkreis Mühldorf

Mobile Impfteams unterwegs: Ab sofort Corona-Impfungen an den Schulen im Landkreis Mühldorf

Corona im Landkreis Mühldorf: 106 Neuinfizierte verzeichnet das Landratsamt in der vergangenen Woche.
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Corona im Landkreis Mühldorf: 106 Neuinfizierte verzeichnet das Landratsamt in der vergangenen Woche.

Der Landkreis Mühldorf will die Impfquote erhöhen und 18 von 21 Schulen machen bereits mit. Derweil vermeldet das Landratsamt 106 Neuinfizierte in der vergangenen Woche. Das steckt dahinter.

Mühldorf – Die ersten Impfaktionen an Schulen sind im Landkreis Mühldorf angelaufen. Wie das Landratsamt mitteilt, fand am vergangenen Donnerstag die erste Schülerimpfaktion am Gymnasium Gars statt. 22 Schüler ließen sich dort laut Behörde impfen. Weitere Schulen folgen: Von den 21 relevanten Schulen im Landkreis Mühldorf haben 18 Impftermine vereinbart. Die restlichen Termine sollen bis zum Ende der Woche festgesetzt werden.

Erste Station des Impfmobils in Gars

Zum Ablauf heißt es aus dem Amt, dass die mobilen Impfteams direkt in die Schule kommen und während des Unterrichts impfen. Bei den Schülern unter 16 Jahren sei dafür das Einverständnis der Eltern notwendig. Diese haben bereits vorab alle relevanten Impfunterlagen (Einwilligungserklärung, Anamnesebogen, Aufklärungsmerkblätter) erhalten.

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Ausgefüllt und unterschrieben müssen die Schüler diese Dokumente zur Impfung mitbringen. Unmittelbar vor der Impfung gibt es ein ärztliches Gespräch mit dem Schüler. Nach der Verabreichung des Vakzins folgt eine Nachbeobachtung von 15 Minuten, anschließend kann der Schüler in den Unterricht zurückkehren.

100 schwer erkrankte Kinder auf 100.000 Infektionen

Wie wichtig der Impfschutz gegen Corona bei Heranwachsenden ist, unterstreicht Dr. Gregor Zimmermann, Chefarzt der Pneumologie am Inn-Klinikum Mühldorf. „Auch wenn eine Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen in der Regel einen leichten Verlauf nimmt, muss man sich klarmachen, dass wir bei 100.000 Infektionen mit bis zu 100 schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen rechnen müssen.“

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Wie bei allen Erkrankten sei auch bei dieser Altersgruppe die Infektiosität ein großes Problem. „So ist zu befürchten, dass ein Kind oder ein Jugendlicher seine Eltern oder Großeltern ansteckt und dadurch bei ungeimpften Menschen schwere Verläufe entstehen“, warnt Dr. Zimmermann.

Bislang keine Beatmung in der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen

Der Anteil Jüngerer, die in den vergangenen Wochen stationär im Inn-Klinikum aufgenommen wurden, hält sich in Grenzen. Wie die Pressestelle des Klinikums dazu informiert, waren von den 68 stationären Covid-Patienten seit 5. August 2021 drei zwischen 0 und 10 Jahre alt und nur einer zwischen elf und 20. „Stärker vertreten war der Altersbereich zwischen 21 und 30 Jahre mit elf Patienten.

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Jüngere Personen erholen sich schneller

Mit steigenden Infektionszahlen bei den Jüngeren rechnen wir auch mit steigenden Patientenzahlen in unseren Klinken“, informiert Pressesprecher Mike Schmitzer. Bis auf die Gabe von Sauerstoff sei in der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen bislang keine Beatmung erforderlich gewesen. „Die meisten haben sich nach einigen Tagen erholt“, heißt es aus dem Inn-Klinikum weiter.

Nur wenige stationäre Fälle bei Kindern

„Meist ist der Verlauf bei Kindern und Jugendlichen gut, wobei es bedauerlicherweise auch seltene Einzelfälle gibt, auch ohne Vorerkrankungen, bei denen ein schwerwiegender Verlauf auftreten kann“, sagt Dr. Zimmermann.

106 Neuinfizierte im Landkreis

Im Landkreis Mühldorf gibt es seit der Statusmeldung vom 10. September 106 neue Corona-Fälle und 218 aktive Fälle. Die Zahl der Toten, die mit Corona infiziert waren, beträgt 157. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 91,0. Über zwei Drittel, 65 Neuinfektionen, erfolgten im privaten Umfeld.

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Bei 27 ist der Ansteckungsgrund unbekannt. Je drei neue Fälle ergaben sich im beruflichen Zusammenhang und in medizinischen Einrichtungen. Je ein Fall erfolgte in der Kita/Schule und in einer Pflegeeinrichtung, 16 sind Reiserückkehrer. Bei 17 Personen kam es trotz vollem Impfschutz zu einer Infektion.

Fast 60 Prozent aller im Landkreis lebenden Bürger sind bereits zweimal gegen Corona geimpft. Mobile Impfteams kommen nun an die Schulen, um die Quote weiter zu erhöhen.

510 Personen haben bereits eine Auffrischung erhalten

37 Prozent der Neuinfizierten (39 Personen) sind zwischen 15 und 34 Jahre alt. 28 Prozent (30) zählen zur Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren. 23 Fälle gibt es in der Gruppe der Fünf- bis 14-Jährigen. Sieben Fälle sind jünger als vier Jahre, fünf zwischen 60 und 79 und zwei älter als 80 Jahre. Bislang wurden 138 109 Impfungen im Landkreis verabreicht. 71 597 Personen (61,79 Prozent) sind einmal, 69 002 Personen (59,55 Prozent) vollständig geimpft. 510 Personen haben bereits eine Auffrischung erhalten. 18 Personen mit Corona befinden sich in den Häusern des Inn-Klinikums, davon vier auf Intensivstationen, drei werden beatmet.je

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