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Bauausschuss lehnte bereits zweimal die Planung ab

Neuer Vorschlag für umstrittenes Neubau-Projekt in Troppauer Straße in Waldkraiburg

Das Grundstück an der Troppauer Straße ist bereits geräumt. Offen ist die Frage, wie viele Wohneinheiten in dem geplanten Mehrfamilienhaus entstehen.
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Das Grundstück an der Troppauer Straße ist bereits geräumt. Offen ist die Frage, wie viele Wohneinheiten in dem geplanten Mehrfamilienhaus entstehen.

Die Planung für ein Mehrfamilienhaus in der Troppauer Straße in Waldkraiburg hat der Bauausschuss bereits zweimal abgelehnt. Jetzt liegt ein neuer Vorschlag des Antragstellers vor.

Waldkraiburg – Die Errichtung eines Mehrfamilienhauses beschäftigt den Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 29. Juni, zum wiederholten Mal.

Bereits zweimal abgelehnt

Schon in der Januar-Sitzung hatte das Gremium das Projekt in der geplanten Form abgelehnt. Auch im zweiten Anlauf gab es keine Mehrheit für das Vorhaben, auf einem etwa tausend Quadratmeter großen Grundstück in der Troppauer Straße ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten zu errichten.

Entgegen der Empfehlung der Verwaltung sprach sich in der Mai-Sitzung erneut eine Mehrheit dagegen aus. Das Haus sei überdimensioniert, die Fläche zu stark versiegelt, zehn Parkplätze für acht Wohnungen zu wenig, so die Einwände der Kritiker.

Parkplätze und Zahl der Wohneinheiten seien für die baurechtliche Beurteilung nach Paragraf 34 Baugesetzbuch nicht relevant, betonte dagegen die Verwaltung, die den Ausschuss warnte, der Bauwerber könnte vor Gericht ziehen.

Jetzt bietet der Antragsteller laut Bauamtsleiter Carsten Schwunck an, die Wohneinheiten auf sechs zu reduzieren und die Stellplätze von zehn auf neun. An der Größenordnung des Projekts habe sich aber nichts geändert, so Schwunck auf Anfrage.

Ist Vorkaufsrecht Option am Stadtplatz?

Soll die Stadt ihr gesetzliches Vorkaufsrecht für ein Grundstück am Stadtplatz ausüben, das zum Verkauf steht? Auch diese Frage ist zu klären. Weil das Gebäude im Sanierungsgebiet liegt, spricht aus städtebaulichen Gründen viel dafür, die Kosten aber dagegen.

Ein weiteres Thema betrifft das Baugebiet West, das sich aus Grundstücken mehrerer Eigentümer zusammensetzt. Es geht um eine sogenannte Baulandumlegung. Bei diesem Verfahren, das das Vermessungsamt umsetzt, sollen Grundstücke entstehen, die nach Lage, Form und Größe für die bauliche und sonstige Nutzung zweckmäßig gestaltet sind und als Bauland schneller bereit gestellt werden können. Dazu braucht es eine Anordnung der Kommune, die der Ausschuss beschließen muss.

Sitzung am Dienstag, 29. Juni, um 18 Uhr

Die öffentliche Sitzung des Ausschusses beginnt um 18 Uhr im Großen Saal im Haus der Kultur.

Was der Bauausschuss sonst noch behandelt

Eine überaus umfangreiche Tagesordnung hat der Bauausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 29. Juni, zu bearbeiten.

Unter anderem geht es um den Anbau von Klassenzimmern und weiterer Räume in der Beethoven-Grundschule (Entwurfsplanung und Kostenberechnung).

Ein weiteres Thema betrifft die Nutzungsänderung eines Kellerraums im Tannenweg in einen Teigraum zur Herstellung von Broten und Backen im Steinbackofen im Garten.

Einen Vorbescheid will ein Antragsteller, der in der Breslauer Straße ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten bauen will.

Der Ausschuss muss entscheiden, ob er im Zuge einer Gebäudeerweiterung in der Gerhard-Zeidler-Straße eine Betriebsleiterwohnung zulassen will.

Ein Anlieger der Aussiger Straße plant ein Poolhaus und eine Einfriedung.

Ein Bestattungsinstitut in der Marienburger Straße will erweitern und Gewerbeflächen in Privat umnutzen.

Das Gebäude an der Kreuzung Teplitzer-/Berliner Straße, in dem Ende 2020 ein Tabakwarengeschäft geschlossen wurde, soll abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus mit Ladeneinheit ersetzt werden.

In Sachen Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge am Standort Friedländer Straße liegt eine geänderte Planung und Finanzierung vor, die der Ausschuss vorberät, ehe der Stadtrat endgültig entscheidet.

Bestehende Fußwege im Waldgebiet Herzogshart bis Harter Straße sollen für Radfahrer ertüchtigt werden. Der Ausbau der Radwanderwege in diesem Bereich ist durch die laufenden Arbeiten an zwei Innkanalbrücken veranlasst, die es schwieriger machen mit dem Radl vom Inntal nach Waldkraiburg zu kommen. Wenn sich die städtischen Gremien für den Ausbau entscheiden, wäre das eine Dauerlösung.

Eine Erprobung des Siemensparks als Freilauffläche für Hunde ist ein weiteres Thema.

Außerdem stehen folgende Verfahren zur Bauleitplanung beziehungsweise zur Änderung von Flächennutzungsplänen auf der Tagesordnung der Sitzung: Teilbereich Berliner Straße zwischen Ratiborer und Nikolsburger Straße, Gewerbegebiet nördlich der Daimlerstraße und Eichendorffstraße. (re)

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