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Gemeinde muss reagieren

Pendler haben ein Parkproblem: Am Egglkofener Bahnhof ist Halteverbot

Der Zugang zum Bahnsteig ist natürlich möglich, doch Autos dürfen am Bahnhofsvorplatz nicht mehr abgestellt werden. Der Besitzer hat ein Halteverbotsschild aufgestellt, da die Fläche Privatgrund ist.
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Der Zugang zum Bahnsteig ist natürlich möglich, doch Autos dürfen am Bahnhofsvorplatz nicht mehr abgestellt werden. Der Besitzer hat ein Halteverbotsschild aufgestellt, da die Fläche Privatgrund ist.

Pendler haben es schwer, am Egglkofener Bahnhof ihr Auto oder ihr Fahrrad abzustellen. Der Besitzer des Bahnhofes hat rund um den Bahnhof ein Halteverbot ausgesprochen. Die Gemeinde kann bisher keine Alternativen anbieten.

Egglkofen – Dabei ist sich Bürgermeister Johann Ziegleder auch nicht bewusst, dass die Gemeinde hier in der Pflicht wäre. „Die Bahn verkauft einfach den Bahnhof und wir müssen schauen, wo wir bleiben“, ärgert er sich.

Die Südostbayernbahn (SOB) hatte den Bahnsteig 2018 umgebaut und neu gestaltet. Das dazugehörige Bahnhofsgebäude war schon länger nicht mehr genutzt und ist daher verkauft worden. Mit einem Sichtschutzzaun war es vom Bahnsteig abgegrenzt, bevor der neue Hausbesitzer das Gebäude renovieren hat lassen.

Zwei Jahre hat Joachim Zachmeier aus Velden (Landkreis Landshut) den Bahnhof in Egglkofen umgebaut. Drei neue Wohnungen sind dort entstanden, die vermietet worden sind. Das hat auch Folgen für die Benutzer der Züge der Südostbayernbahn: Auf dem Bahnhofsareal können jetzt keine Fahrräder oder Autos abgestellt werden: „Das ist Privatgrund, den ich für meine Mieter brauche“, sagt Joachim Zachmeier. Deshalb hat er zum einen Halteverbotsschilder aufstellen lassen. Zum anderen finden Fahrradfahrer freundliche Erinnerungen, dass sie ihren Drahtesel auf Privatgrund abgestellt haben.

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Diese Erfahrung hat auch Josef Axenbeck gemacht, der sein Fahrrad am Bahnhof abstellt, wenn er die Bahn nutzt. Er wollte sich nicht damit abfinden und hat Kontakt mit der Südostbayernbahn aufgenommen. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass „die Kommunen laut Innenministerium in der Pflicht sind, entsprechende Bike-and-Ride-Abstellanlagen in ausreichender Anzahl an den Haltestellen und Bahnhöfe zur Verfügung zu stellen“. Hier hat die Gemeinde Egglkofen allerdings ein Problem, da sie rund um den Bahnhof kein Grundstück hat.

Radfahrer, die ihr Fahrrad rund um den Bahnhof abstellen, werden auf die veränderte Situation hingewiesen.

Bahn hat der Gemeinde Grundstück angeboten; allerdings vor zehn Jahren

Zwar habe die Bahn der Gemeinde das schmale rund 550 Quadratemeter große Grundstück entlang des Bahnsteigs in Richtung Hofmark zum Kauf angeboten, da hat die Gemeinde allerdings abgelehnt. Bürgermeister Johann Ziegleder sagt aber, dass die Bahn dieses Angebot vor etwa zehn Jahren gemacht habe. „Da ist der Bahnhof noch gar nicht verkauft gewesen, so der Bürgermeister weiter.

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Mittlerweile hat dieses Grundstück ebenfalls Joachim Zachmeier gekauft. Er reichte bei der Gemeinde eine Bauvoranfrage zum Bau von 14 Garagen ein. Bürgermeister Ziegleder befürwortete das Bauvorhaben, der Gemeinderat lehnte das Vorhaben ab. Dem Bauherrn wurde der Bau von sechs Garagen vorgeschlagen beziehungsweise genehmigt. Zachmeier kann sich mit der Lösung nicht anfreunden und beabsichtigt daher, eine anderweitige Verwendung des Grundstückes. Er plant aktuell, auf dem Grundstück ein Doppelhaus zu bauen.

Pendler schauen beim Parken in die Röhre

So haben Pendler in Zukunft nur die Möglichkeit, ihre Autos entlang der Bahnhofstraße zu parken, wobei es wahrscheinlich zu Verkehrsbehinderungen kommen wird, befürchtet Bürgermeister Ziegleder. Doch für Radfahrer schaut es noch schlechter aus, sie haben gar keine Abstellmöglichkeit mehr. Hier sind die Laternenmasten in Zukunft begehrte Objekte, um den Drahtesel abzustellen.

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