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Standortsuche hat begonnen

Furcht vor Lärm: Südostbayernbahn Mühldorf könnte in Frixing Elektrozüge warten

Werkstatt statt Maisacker: In diesem Bereich will die SOB eine Bahnwerkstatt errichten. Das ganze Vorhaben nennt Bahnchef Matthias Krause allerdings Vision. Das heißt: Es steckt noch in den Kinderschuhen.
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Werkstatt statt Maisacker: In diesem Bereich will die SOB eine Bahnwerkstatt errichten. Das ganze Vorhaben nennt Bahnchef Matthias Krause allerdings Vision. Das heißt: Es steckt noch in den Kinderschuhen.

Die Südostbayernbahn plant den Bau eines neuen Bahnwerks zur Instandhaltung für Elektrozüge. Die Standortsuche hat begonnen, Favorit ist derzeit ein Gelände südlich des Autohofs in Frixing. Anwohner fürchten zusätzlichen Lärm.

Mühldorf/Erharting – Die lang erwartete Elektrifizierung der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing bringt für die Südosbayernbahn (SOB) eine neue Aufgabe: Die Instandhaltung von Elektrozügen.

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Arbeitsplätze sollen in Mühldorf bleiben

Diese Aufgabe will die SOB nach Angaben von Geschäftsleiter Matthias Krause selbst in die Hand nehmen. „Es geht um 70 bis 80 Arbeitsplätze, die wir gerne in Mühldorf erhalten würden“, sagt Krause.

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Das Problem: Auf dem Gelände des Bahnhofs ist für eine solche Werkstatt zu wenig Platz. Deshalb hat sich die SOB auf die Suche nach einem großen Grundstück mit Bahnanschluss gemacht. Acht bis zwölfHektar braucht das Unternehmen, eher schmal als breit muss das Grundstück sein, um eine Werkshalle aufzunehmen, in die ein Zug passt, der über 100 Meter lang ist.

Wunschort südlich von Erharting

Auch wenn Krause vorsichtig sagt: „Wir haben mit Bürgermeistern und Landrat gesprochen und suchen im ganzen Landkreis“, scheint es doch einen deutlichen Favoriten zu geben: die Felder südlich des Autohofs Frixing zwischen Bahnlinie und Staatsstraße, gelegen auf Erhartinger Gemeindegebiet. „Das ist aktuell der optimistischste Standort“, sagt Krause.

Bahn spricht von Visionsprojekt

Denn: Das Ganze ist ein Visionsprojekt, wie er es nennt. Das heißt, alle Planungen und Gespräche stehen noch ganz am Anfang, bei zwei von 100 Prozent, so Krause. Grund ist die Elektrifizierung, die frühestens 2030 in die Region kommt, es eilt also nicht.

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In Erharting ist die Frage der SOB jedenfalls angekommen und hat schon den Gemeinderat beschäftigt. Nichtöffentlich, versteht sich. Bürgermeister Matthias Huber (UWG) bestätigt aber, dass es die Anfrage seitens der Bahn nach verfügbaren Grundstücken gegeben habe. Er habe den Gemeinderat darüber informiert, es habe aber keinen Beschluss gegeben.

Suche im ganzen Landkreis – Favorit Frixing

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Trotzdem hat der Bürgermeister nach eigenen Angaben schon mit Landwirten gesprochen, nach Informationen der Heimatzeitung ist deren Haltung zu dem Vorhaben und die Bereitschaft, Grund zu verkaufen durchaus gemischt. Deshalb sagt Bürgermeister Huber: „Konkret ist noch gar nichts.“

Gewerbesteuer als Kritierium

Wie weit die Begeisterung der Gemeinde geht, auf deren Grund bereits der Autohof und ein Teil des Netto-Lagers liegen, hängt an den Vorteilen, den das 900-Einwohnerdorf von dem Bau hätte. „Mich interessiert als Bürgermeister in erster Linie, mit wie viel Gewerbesteuer wir sicher rechnen können!“ Es sei Aufgabe der Bahn, dies der Gemeinde mitzuteilen. Auf der Basis von konkreten Zahlen könne man dann weiter reden, sagt der Bürgermeister.

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Diese Zahlen kann Bahnchef Krause nicht liefern, er lacht: „Damit habe ich mich vor der Erhartinger Anfrage nicht beschäftigt.“ Da die SOB Teil der DB Region im Bahnkonzern ist, laufen dort auch die Steuerangelegenheiten zusammen. Krause sagt nur: „Das wird nach einem Schlüssel verteilt.“ Nach welchem weiß er nicht, will sich aber danach erkundigen.

Auch Infrastrukur für Wasserstoffzüge notwendig

Ob in diesem Bereich auch die Infrastruktur für den Ausbau der geplanten Wasserstoffversorgung angesiedelt werden soll, lässt Krause offen. Er spricht davon, dass diese Technik eher am Bahnhof ausgebaut werden soll. Der Betrieb von Wasserstoffzügen ist Teil der neuen Ausschreibung des Liniensterns, an dem sich die SOB derzeit beteiligt. Mit einer hohen Lärmbelästigung für Anwohner oder den Mühldorfer Norden rechnet Kraus nicht.

SOB rechnet mit wenig Lärmbelästigung

Er verweist auf die zahlreichen Gewerbebetriebe in diesem Bereich. Die Arbeiten würden in einer geschlossenen Halle durchgeführt, die Züge führen mit Elektroantrieb hinein.

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