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Weiter Diskussionen um „Luberfeld“

Umstrittenes Baugebiet: Buchbacher Marktgemeinderat kippt Vorschlag des Bauausschusses

Der Plan zeigt den Umgriff des umstrittenen Baugebiets „Luberfeld“. Gemeinde
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Der Plan zeigt den Umgriff des umstrittenen Baugebiets „Luberfeld“. Gemeinde

Das geplante Baugebiet „Luberfeld“ hält den Marktgemeinderat weiter auf Trab. Ohne Beschluss ist der Tagesordnungspunkt vertagt worden. Der Bau- und Umweltausschuss hatte eine Empfehlung für das weitere Vorgehen vorgeschlagen, um die Sache zu beschleunigen. Der Marktgemeinderat lehnte das ab.

Buchbach – Das geplante Baugebiet „Luberfeld“ hält den Marktgemeinderat weiter auf Trab. Ohne Beschluss ist der Tagesordnungspunkt vertagt worden. Eigentlich hatte der Bau- und Umweltausschuss empfohlen, in der Juni-Sitzung den überarbeiteten Planentwurf für die zweite Auslegung zu billigen.

Der Marktgemeinderat vertrat hingegen die Ansicht, dass zuerst die Informationsveranstaltung durchgeführt werden soll. „Wenn wir so vorgehen, wie im Bauausschuss besprochen, ist das nicht dass, was wir den Bürgern versprochen haben“, brachte es Karl-Heinz Kammerer (CSU/FWB) auf den Punkt.

Zahlreiche Bürger hatten Einwendungen

Der Marktgemeinderat hat bereits im Dezember 2020 den Bebauungsplan „Luberfeld“ öffentlich ausgelegt. Dabei kam eine Vielzahl von Einwendungen von Bürgern, die von dem neuen Baugebiet betroffen sind. Deshalb hatte sich der Marktgemeinderat darauf verständigt, vor weiteren Schritten eine Informationsveranstaltung durchzuführen, um dort das Baugebiet vorzustellen und mögliche Einwendungen der Bürger gleich aufzunehmen.

Allerdings machte Corona diesem Fahrplan einen Strich durch die Rechnung. Die Informationsveranstaltung konnte nicht durchgeführt werden.

Ziel war, dass das Verfahren weitergehen kann

Um das Verfahren weiterführen zu können, wurde im Bauausschuss der aktuelle Sachstand vorgestellt und das weitere Vorgehen besprochen. Da die Verwaltung alle vorgegebenen Arbeit soweit als möglich erledigt und das Architekturbüro Lechner-Kainz bereits alle beschlossenen Änderungen in einen Planentwurf eingearbeitet hatte, wurde beschlossen, in der Marktgemeinderatssitzung in einem ersten Schritt die zweite Auslegung zu billigen. Vor dem Versand der Unterlagen soll aber auch die ausstehende Informationsveranstaltung durchgeführt werden.

Marktgemeinderat schätzt Situation anders ein

Dieses Vorgehen schmeckte dem Marktgemeinderat aber nicht. So monierte beispielsweise Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) konkret, dass bei der Wohnanlage keine Besucherparkplätze vorgesehen sind. Er nannte die Stellplatzsatzung von Haag als positives Beispiel. Ramona Enders (Grüne/Unabhängige) fragte nach der Höhenentwicklung bei Garagen. Karl-Heinz Kammerer und Josef Genzinger (Umlandliste Buchbach) plädierten dafür, zuerst die Bürger-Informationsveranstaltung abzuhalten und dann die entsprechenden Wünsche einzuarbeiten.

Manfred Kroha (CSU/FWB) erinnerte daran, dass die Marktgemeinde dringend Bauland braucht, um sich weiterentwickeln zu können. „Wenn wir für jede Baulandentwicklung Jahre brauchen, ist das auch nicht im Sinne der Bürger“.

Anregungen in die Planung einarbeiten

Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) betonte, dass die Verwaltung lediglich versucht habe, den Wunsch des Bauausschusses umzusetzen. Da er relativ schnell heraushörte, dass der Marktgemeinderat den Vorschlag des Bauausschusses nicht mittragen wird, schloss er sich dem Vorgehen an, das Salih Akyildiz (CSU/FWB) vorschlug: Die bereits bestehenden Wünsche bereits in die Planung einarbeiten, dass die Grundzüge passen.

Dann bei der Infoveranstaltung die Bürger mit ins Boot holen und anschließend mögliche Änderungswünsche ebenfalls in den Planentwurf einarbeiten. Erst dann sollte der Bebauungsplan ausgelegt werden. Gleichzeitig forderte Einwang die Marktgemeinderäte auf, Anregungen möglichst zeitnah an die Verwaltung zu geben, damit sie noch eingearbeitet werden können.

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