Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach dem spektakulären Crash

Stink- und Rutschgefahr: Was mit dem Milchsee auf der Mühldorfer Autobahn passiert ist

Der milchbedeckte Autobahnabschnitt war am Mittwoch für Bergung und Reinigung rund neun Stunden gesperrt.
+
Der milchbedeckte Autobahnabschnitt war am Mittwoch (19. Oktober) für Bergung und Reinigung rund neun Stunden gesperrt.

Nach Havarie des Sattelzugs auf der A94 mussten 4000 Liter Abwasser und auch die heil gebliebene Ladung entsorgt werden. Für Bergung und Reinigung war die A94 rund neun Stunden lang gesperrt.

Mühldorf – „Unfälle, bei denen sich Ladung über die Autobahn verteilt haben wir immer wieder“, kommentiert Polizeihauptkommissar Christian Liebl, Stationsleiter der Autobahnpolizei Mühldorf, den Milchsee von Mittwoch (19. Oktober) auf der A94.

Milch stinkt schnell und ist rutschig

Zwischen den Anschlussstellen Mühldorf-Nord und Mühldorf-West fuhr ein Sattelzug auf ein Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei auf. Dabei verschob sich die Ladung, Milch-Tetrapacks mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen wurden beschädigt, ein Teil der Milch lief auf die Fahrbahn aus.

„Zum Glück war es dieses Mal mit der ausgelaufenen Milch ein Naturprodukt und keine Chemie.“ Aber auch Milch müsse schnell von der Fahrbahn entfernt werden, denn, so Liebl zum einen: „Milch fängt ja recht schnell an zu stinken.“

Zum anderen „birgt sie natürlich eine erhöhte Rutschgefahr, wenn auch nicht so stark wie etwa Öl.“ Von nicht korrekt gesicherter Ladung könne bei dem folgenreichen Unfall aber keine Rede sein. „Bei der Ladungsmasse von rund 25 000 Tonnen Milch in Tetrapacks und der Wucht des Anstoßes, platzen die Milchtüten auf und laufen aus.“

Für die Reinigung der begossenen Fahrbahn sorgte im Auftrag der Autobahnmeisterei die Firma HF Färber aus Teising. „Das Gemisch aus Milch und Betriebsölen des Sattelzugs war sehr aufwendig zu entfernen“, erklärt Fachbereichsleiter Markus Färber auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Milch wird beim Trocknen schnell klebrig und kann nicht mit einer normalen Kehrmaschine von der Straße geholt werden.“ Das geschah, im Fall dieses Milchsees, mit Wasserhochdruck aus rotierenden Düsen. „Das ist ungefähr so, als würde man mit einem Dampfstrahler Fünfzigmal über die gleiche Stelle gehen.“

Die Männer einer Spezialfirma entsorgten die restliche Ladung mit Schaufeln und reinigten die Fahrbahn.

Komplette Ladung wurde entsorgt

Der betroffene Abschnitt der Autobahn konnte porentief rein wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Nachgang mussten rund 4000 Liter Abwasser über eine Münchner Spezialfirma entsorgt werden.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf

Auch die nicht geplatzten Milch-Tüten waren ein Fall für die Mülltonne. „Wir haben den Sattelzug unter Aufsicht eines Havarie-Kommissars entladen“, so Färber. „Lebensmittel, auch verpackte, die nicht mehr 100-prozentig in Ordnung sind, müssen fachkundig entsorgt werden.“ Das bestätigt auch der zur Unfallstelle gerufene Havarie-Kommissar Eugen Bittner aus Waldkraiburg: „In einem solchen Fall muss schnell entschieden werden, was mit der Ware passieren soll, wie weit sie noch für den Handel zu gebrauchen ist.“ Nach Rücksprache mit dem Milcherzeuger habe Bittner die Entsorgung angeordnet: „Ein Umladen der verunreinigten Milchpackungen wäre unwirtschaftlich gewesen.“

Kommentare