Richtiges Verhalten entscheidet zwischen Leben und Tod

Notrufe richtig absetzen: So wird's gemacht

Landkreis - Jede Sekunde zählt: Zu wissen, was im Notfall zu tun ist, kann über Leben und Tod entscheiden.

Im Notfall zählt bekanntlich jede Sekunde 

Darum ist es von größter Bedeutung, dass die Rettungskräfte durch einen Notruf schnell alarmiert werden. Um den Bekanntheitsgrad der europaweiten Notrufnummer 112 weiter zu erhöhen, wurde der 11. Februar zum Internationalen Tag des Notrufs erklärt. Der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), dessen Rettungsdienst täglich fast 80 Einsätze absolviert, verweist am heutigen Aktionstag auf die Wichtigkeit eines aussagekräftigen Notrufs über die 112.

112 in ganz Europa kostenlos

Die 112 ist in ganz Europa vorwahlfrei, kostenlos und wird im Funk- und Festnetz mit Vorrang behandelt. Die 112 verbindet den Anrufer mit der örtlich zuständigen Leitstelle und funktioniert in jedem Mobilfunknetz, auch wenn das jeweilige Netz am momentanen Standort gerade nicht verfügbar ist. 

„Wir bitten die Bürger im Notfall immer die 112 zu wählen. Es gibt leider immer noch Personen, die sich die Vorgängernummer merken. Diese ist jedoch veraltet“, betont BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer.

Wichtig ist, dass der Anrufer der Rettungsleitstelle alle nötigen Informationen übermittelt und auf Rückfragen wartet.

Welche Beschwerden sind ein Notfall?

Oftmals geht für den Patienten wertvolle Zeit verloren, weil Angehörige, Passanten oder Augenzeugen sich unsicher sind, ob es sich tatsächlich um einen Notfall handelt und darum zögern, einen Notruf abzusetzen. 

„Im Zweifel ist es besser, gleich die 112 zu wählen. Denn gerade die ersten Minuten nach einem Unfall oder einer akuten Erkrankung sind für die Überlebens- und Genesungschancen des Patienten oftmals entscheidend“, sagt Jakob Goëss, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Kreisverband Traunstein. 

Typische Situationen oder Symptome, die auf einen Notfall hindeuten

Unfälle, Feuer, Vergiftungen, Schmerzen in der Brust, Störungen der Sprache, Lähmungserscheinungen, Störungen des Bewusstseins, Kreislaufkollaps, Atemnot, starker Blutverlust oder starke Schmerzen.

Wesentliche Fragen 

Die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierungen fragt bei einem Notruf die wichtigsten Daten ab: 

  • Was ist wo geschehen? 
  • Welche Verletzungen oder Erkrankungen liegen vor? 
  • Wer meldet den Notruf? 
  • Wer ist verletzt? 

Nach Beantwortung dieser Fragen sollte man jedoch nicht auflegen, sondern Rückfragen der Leitstelle abwarten. "Die Zusammenarbeit zwischen Leitstelle und Rettungsdienst funktioniert hervorragend. Darum kann man sicher sein, dass nach einem aussagekräftigen Notruf auch schnell Hilfe eintrifft", erklärt Stemmer.

Pressemitteilung BRK Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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