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Schulamtsdirektorin berichtet über die ersten Tage

„Alle waren glücklich“ - so ist der Schulstart im Landkreis Traunstein gelaufen

Eine Lehrerin kürzt einen Mund-Nasen-Schutz für eine Schülerin vor dem Unterricht
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Nach einem zweimonatigen Lockdown haben ab dem 22. Februar in mehreren Bundesländern wieder Schulen und Kitas unter bestimmten Hygienekonzepten geöffnet

Am Montag durften die Schüler im Landkreis Traunstein endlich zurück in den Präsenzunterricht. Schulamtsdirektorin Monika Tauber-Spring erzählt im Gespräch mit chiemgau24.de, wie es gelaufen ist.

Landkreis Traunstein - Aufatmen bei Lehrern, Schülern und Eltern in Bayern - zumindest bei einem Teil von ihnen. Nach mehreren Wochen Lernen zu Hause beginnt für einige Schüler am Montag in Bayern wieder der Präsenzunterricht. Unbeschwert wird der Wiedereinstieg allerdings nicht sein, es gibt viele Regeln und Ausnahmen.

Guter Start trotz geringer Vorlaufzeit

Es ist ausgesprochen gut gelaufen, alle waren glücklich“, erzählt die Direktorin des Traunsteiner Schulamtes Monika Tauber-Spring im Gespräch mit chiemgau24.de. Trotz der extrem kurzen Vorlaufzeit - am Freitag, 19. Februar wurde erst entschieden, dass die Schulen drei Tage später öffnen dürfen - wurden ihr am Montag, 22. Februar keine Probleme rückgemeldet. „Es war eine spannende Phase letzte Woche wegen dem noch hohen Inzidenzwert“, berichtet die Direktorin. „Am Freitag haben wir dann versucht eine Prognose zu stellen und die Schulen schließlich informiert, dass sie am Montag öffnen dürfen.“ Die 7-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Traunstein am Dienstag, 23. Februar bei 91,4.

Ganz ins kalte Wasser geschmissen wurden die Traunsteiner Schulen jedoch nicht. „Die Schulen haben bereits die Konzepte für die Rückkehr zum Präsenzunterricht in der Schublade gehabt“, so Tauber-Spring. Auf dem Corona-Gipfel am 10. Februar wurde bereits diskutiert, wann die Schulen grundsätzlich wieder geöffnet werden. Das Ergebnis: Für die Öffnung gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs vereinbarten bei ihrer Videokonferenz, dass darüber die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit selbst entscheiden. Für Bayern gilt: In Corona-Hotspots müssen die Schüler weiter von zu Hause aus lernen. Das gilt in Landkreisen, in denen es mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Reihentestungen nach österreichischem Vorbild auch in Traunstein denkbar?

Reihentestungen für Schüler wie in Österreich halte Direktorin Tauber-Spring durchaus für eine gute Sache, jedoch unter Vorbehalt. „Man kann uns mit Österreich nicht vergleichen. Bei uns müsste das alles auf freiwilliger Basis laufen, denn die Eltern müssten einer Testung ihres Kindes zustimmen. Das wäre ein großer logistischer Aufwand, aber es würde die Sache natürlich sicherer machen.“ Derzeit sei man am Traunsteiner Schulamt dran, zu untersuchen, ob Reihentestungen gemacht werden könnten.

Kinder sind keine Corona-Infektionstreiber

Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen von Covid-19 überhaupt? Eine heiß diskutierte Frage, die auch auch den Kinderinfektiologen Johannes Liese von der Universitätsklinik Würzburg beschäftigt. Aktuell leitet er zwei Studien zu diesem Themenkomplex, darunter die Würzburger Kita Studie Wü-Kita-Cov. Diese Studie begleitet Kitas schon seit einigen Monaten und überprüft mögliche Infektionsrisiken sowie die Wirkung der Hygienemaßnahmen. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen, aber eine Tendenz ist bereits deutlich auszumachen: „Bei unserer großen Kindergartenstudie haben wir mehrere tausend Untersuchungen gemacht und haben nur sehr, sehr wenige, vereinzelte Infektionen mit dem neuen Coronavirus nachweisen können“, so Prof. Dr. med. Liese.

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jb

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