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Komplikationen nach Kastration des Grassauer Eselmanns

Wochenlange Odysee: So geht es Esel Toni nach seiner heiklen Operation

Esel Toni Grassau
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Esel Toni aus Grassau ist aufgeweckt, neugierig und frech. Die Besitzerinnen Tamara Schweidler und Elke Hofmann hoffen, dass er sich von der OP schnell erholt.

Elsa mit Eselbaby Uschi und die zwei Eselmänner Toni und Apollo 13 leben in ihrem Stall in Surberg-Lauter. Doch seit zwei Monaten gibt es ein Sorgenkind in der Runde: Toni musste sich einer komplizierten Operation unterziehen. chiemgau24.de hat sich bei den Eselbesitzerinnen nach dem tierischen Patienten erkundigt.

Grassau/Traunstein Surberg-Lauter - Bei Tonis Kastration gab es Komplikationen: Ein Gefäß wurde verletzt und der junge Esel wäre fast verblutet. „Die Nachsorge war sehr intensiv, doch die Wunde eiterte und wollte einfach nicht verheilen“, schildert Besitzerin Elke Hofmann aus Grassau gegenüber chiemgau24.de.

„Toni hat Husten bekommen, der mit Medikamenten behandelt werden musste. Zu allem Übel hat sich eine Samenstrangfistel gebildet. Die konnte nur operativ in der Klinik Kirchberg bei Holzkirchen entfernt werden.“

„Toni hat gute Aussichten, wieder der Alte zu werden“

Die Eselbesitzerinnen durften keine Zeit verlieren: Am 19. Januar stand die OP an, die mit Anspannung und voller Hoffnung verfolgt wurde. Am Ende gab es gute Neuigkeiten: Toni hat den Eingriff überstanden, es geht ihm gut. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, wir sind sehr glücklich“, erzählt Elke. „Die letzten Wochen waren eine Odysee und wir sind froh, dass Toni gute Aussichten hat, wieder der Alte zu werden.“

Einige Tage muss er zur Beobachtung noch in der Klinik bleiben. „Das Ärzteteam mag er nicht mehr so gerne“, sagt die Besitzerin lächelnd. „Er freut sich schon auf sein zuhause und auf die anderen Esel auf dem Hof in Surberg-Lauter. Aber da muss er noch bisserl durchhalten.“ Selbst wenn Toni dann wieder im heimischen Stall fressen darf, die Nachsorge wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Esel Toni soll bald schon wieder der Alte sein - dank Fürsorge und guter medizinischer Nachsorge.

Esel-Wanderungen im Chiemgau

Seit August 2020 setzen die beiden Besitzerinnen ihre Tiere im Rahmen der „Wanderwelten Chiemgau“ auch für Esel-Wanderungen ein. Zuspruch kommt dabei nicht nur von Familien mit Kindern. Ziel ist es gemeinsam mit dem Esel die Ruhe, die heimische Natur und die frische Luft zu genießen. Zusammen mit den Eseln werden die umliegenden Wälder, Moore und Wiesen erkundigt.

Tamara Schweidler ist Sozialpädagogin mit dem Zusatz der Umwelt- und Erlebnispädagogik und sieht in den Eseln großes Potential für soziale Projekte: Im Sommer fand bereits ein zweiwöchiges Ferienprojekt auf dem Hof in Holneich (Lauter) statt, bei dem Kinder Landwirtschaft hautnah erleben konnten. Auch die Lebenshilfe ist regelmäßig am Hof zu Gast, um mit Pfeil und Bogen zu schießen und eine Blindengruppe hat sich schon zur Eselwanderung angemeldet.

Esel Toni und seine drei Stallgenossen Elsa mit Tochter Uschi und Apollo 13 auf dem Hof in Grassau und beim Wandern.

Esel sind nicht störrisch“, unterstreicht Tamara. „Sie sind nur sehr bedacht.“ Die Menschen könnten eine Menge von den Tieren lernen: „Je nach Laune sind die Esel eher langsam oder auch mal flotter unterwegs. Eine Eselwanderung soll aber grundsätzlich entschleunigend wirken und den Eselführer die Möglichkeit geben sich auf das Tier einzulassen. Geritten wird deshalb auf den Eseln nicht.“

Tamara und Elke freuen sich, dass auch Toni nach den ganzen Strapazen bald wieder bei den Wanderungen am Start sein wird. Geplant sind viele weitere Projekte für Jung und Alt. Zeit haben die beiden genug, denn Esel können bis zu 40 Jahre alt werden.

mb

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