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Es geht um 166 Meter hohe Windräder

Neue Windräder bauen? Traunreut sagt „Nein“ und verlässt Projekt

Gemeinsam mit Trostberg und Palling untersuchte Traunreut die Möglichkeiten für ein neues Windkraftprojekt - drei Windräder in einem großen Waldgebiet hätten es werden können, doch jetzt stieg der Stadtrat aus.

Traunreut - Das gemeinsame Windkraftprojekt von Trostberg, Palling und Traunreut steht jetzt auf wackeligen Beinen. Am Donnerstag (29. Juli) entschied der Traunreuter Stadtrat, aus dem Projekt auszusteigen. Die drei Kommunen erhielten im vorigen Oktober den Zuschlag für einen „Windkümmerer“ des Freistaates. Eine Beratungsfirma sollte die Möglichkeiten für Windräder im Siebeneichenforst, an dem alle drei Kommunen Anteil haben, ausloten. Die Mehrheit für den Ausstieg war mit 22 zu 7 Stimmen im Traunreuter Stadtrat eindeutig.

Stadtrat Traunreut gegen neue Windräder im Siebeneichenforst

Skepsis herrschte im Stadtrat vor allem wegen den großen Eingriffen in den Wald, die nötig würden. Die Fundamente für die Windräder würden auch große Erdarbeiten nach sich ziehen und - um die Bäume zu überragen - müssten die Windräder 166 Meter hoch werden. Die beiden bereits realisierten Windräder bei Palling sind 26 Meter niedriger. „Wenn man den Wald aufmacht, dann kommen Probleme wie Sturmschäden oder Borkenkäfer“, merkte Stadtrat Paul Obermeier (Freie Wähler) bereits im vorigen Jahr an. Zweifel gab es auch hinsichtlich der Rentabilität des Windkraftprojekts. Auch der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) äußerte bereits Bedenken.

Rot eingekreist der Siebeneichenforst, an dem Trostberg, Palling und Traunreut Anteile haben.

Konkret waren es drei Windräder, die das Beratungsbüro „Beermann Energiesysteme“ ausgelotet hatte. Jeweils eines auf den Gemeindegründen von Traunreut, Trostberg und Palling. Peter Beermanns Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigte, dass der Windpark bei einer konservativen Berechnung, unter Betrachtung des P75-Wertes und eines zusätzlichen Abschlags von fünf Prozent und bei einer Laufzeit von 20 Jahren trotzdem als wirtschaftlich angesehen werden könne. Als Grundlage wurden Erfahrungswerte aus Langzeitdaten der Pallinger Windräder zu Grunde gelegt.

xe

Rubriklistenbild: © Boris Roessler

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