Gemeinderat billigt geänderten Entwurf

„Hotel zur Post“ in Reit im Winkl kann neu gebaut werden

Anstelle des bestehenden Hotels zur Post in der Ortsmitte von Reit im Winkl soll durch den Bebauungsplan ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage ermöglicht werden.
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Anstelle des bestehenden Hotels zur Post in der Ortsmitte von Reit im Winkl soll durch den Bebauungsplan ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage ermöglicht werden.

Das Hotel Hamberger Post in Reit im Winkl darf neu bauen. Dem Bebauungsplan hat der Gemeinderat jetzt zugestimmt.

Reit im Winkl – Um Bereiche wie Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche, die Berücksichtigung von Klimaschutzzielen oder den erweiterten angrenzenden Hochwasserschutz wurde in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats im Festsaal der Bebauungsplan „Hotel zur Post“ erweitert. Der in einer Sitzung im September letzten Jahres gebilligte Entwurf dazu war inzwischen überarbeitet worden und lag jetzt erneut zum Beschluss vor.

Nachdem das bestehende Hotel zur Post dem heute geforderten Standard nicht mehr gerecht werden kann, soll durch den Bebauungsplan am jetzigen Standort ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage als Ersatzbau ermöglicht werden. Nach der erwähnten Sitzung im September wurde im heurigen Februar die im Baugesetzbuch vorgeschriebene Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt. Aufgrund der daraufhin eingegangenen Stellungnahmen wurden dann der Bebauungsplan, die dazugehörige Begründung sowie der Vorhaben- und Erschließungsplan entsprechend abgeändert.

Im Bebauungsplan wurde neu festgesetzt, dass die Schutzbedürftigkeit aller Immissionsorte in dessen Geltungsbereich vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche denjenigen eines Mischgebiets nach den Bestimmungen der Baunutzungsverordnung gleichgesetzt werden soll. Mischgebiete dienen dieser zufolge dem Wohnen und der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen dort nicht wesentlich stören.

Die Tiefgaragenrampe des Vorhabens ist jetzt eingehaust zu errichten. Diese Einhausung ist nach dem diesbezüglichen Stand der Technik fugendicht, witterungsbeständig und innenseitig schallabsorbierend auszuführen. Das Garagentor sowie die Regenrinnen im Bereich der Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage sind so zu errichten, dass keine impulshaltigen Geräusche beim Öffnen und Schließen des Garagentors beziehungsweise bei der Überfahrt der Regenrinne entstehen. Des Weiteren wurden Hinweise zur Naturwärmeleitung, zur Sicherung des Hausbachgerinnes und zur Verwendung von insektenfreundlichen Leuchtmitteln hinzugefügt.

In der Begründung zum Bebauungsplan wurden zusätzlich wesentliche Planungsziele der Gemeinde hinzugefügt wie Sicherung und Ausbau der bestehenden Infrastruktur inner- und außerhalb des Plangebiets, Luftreinhaltung und Lufthygiene im Talkessel von Reit im Winkl, Berücksichtigung der Klimaschutzziele oder Gewährung des angrenzenden Hochwasserschutzes.

Um die grundsätzliche Verträglichkeit des Betriebs der geplanten Hotelanlage mit dem Anspruch der Nachbarschaft auf Schutz vor unzulässigen Lärmimmissionen abzusichern, wurde eine dem Stand der Lärmminderungstechnik entsprechende bauliche Ausführung der Tiefgaragenrampe festgesetzt. Weiterhin wurde eine nächtliche Nutzung der oberirdischen Stellplätze per Festsetzung ausgeschlossen. „Auf dieser Grundlage kann der aus lärmschutzfachlicher Sicht konfliktfreie Betrieb der Hotelanlage mit dem Schutzanspruch der Nachbarschaft auf Vollzugsebene mit verhältnismäßigen und betriebsüblichen Auflagen gewährleistet werden“, so heißt es jetzt in der neuen Begründung zum Bebauungsplan.

Beim Vorhaben- und Erschließungsplan wurde die Position des Rückkühlwerks leicht verschoben und dort eine schallabsorbierende Einhausung eingezeichnet. Die Höhe der Stützmauer beim Wellness-Außenbereich wurde in den Architekturplänen den Angaben der Landschaftsarchitektur angepasst. Ebenso angepasst wurde die Schleppkurve für die Omnibusse, so dass diese nicht mehr durch den Hausbachweg nach Westen das Hotel verlassen, sondern wieder zurück zum Kirchplatz fahren. Die Anschlüsse an Fernwärme und Kanalisation an der östlichen Seite des Grundstücks wurden im Erschließungsplan überarbeitet.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den überarbeiteten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Hotel zur Post“ sowie den überarbeiteten Entwurf des Vorhaben- und Erschließungsplans zu billigen. Zugleich beauftragte er die Verwaltung, die erneute öffentliche Auslegung und die Behördenbeteiligung gemäß den Bestimmungen des Baugesetzbuches durchzuführen.

sh

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