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75 neue Gästebetten

Touristiker im Achental sind trotz Corona-Pandemie zuversichtlich: „Unser Konzept geht auf“

Gerade Langlauf steht für einen sanften Tourismus im Achental.
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Gerade Langlauf steht für einen sanften Tourismus im Achental.

„Wir sind optimistisch“, sagt Elisabeth Keihl, Geschäftsführerin der Achental Tourismus GmbH. Auch wenn zwei Jahre Pandemie die Nerven vieler Vermieter bis aufs äußerste strapaziert haben, zieht sie auch positive Schlüsse.

Achental – „Viele Menschen haben den Chiemgau und das Achental entdeckt, weil sie keine Fernreise unternommen haben“, sagt Keihl. Wer Massentourismus oder Halligalli suche, sei im Achental falsch.

Und genau das sei ein großer Vorteil gewesen: „Gerade in der Pandemie haben sich Menschen eher nach Rückzugsorten gesehnt, wollten auch mal allein auf dem Berg sein“, sagt die Geschäftsführerin.

Ein Angebot sei zwar schon wichtig, etwa Mountainbiketouren oder Standkonzerte. „Aber der naturnahe Urlaub, den wir bieten kommen, trifft den Nerv“, findet Keihl.

Mehr Gäste trotz Lockdowns

„Wir haben in 2021 fast die Übernachtungszahlen vom Vorjahr erreicht, obwohl wir mehr Schließungen durch den Lockdown hatten“, sagt Keihl. Im Vergleich zu 2019 sei dies zwar noch niedriger gewesen, aber der August sei der beste Monat der vergangenen Jahre gewesen. Zwar habe die Stimmung bei vielen Gastgebern gelitten und einige, gerade Ältere, haben sich entschieden, ihr Geschäft aufzugeben. „Das hat schon vielen wehgetan“, räumt Keihl ein. „Aber es sind auch neue hinzugekommen, zum Beispiel solche, die gerade Bauprojekte planen und richtig investieren wollen“, sagt Keihl.

75 neue Gästebetten seien in Grassau entstanden, berichtet Tourismus-Chefin Christiane Lindlacher. „Viele Vermieter haben die Zeit des Lockdowns genutzt und renoviert“, berichtet Lindlacher. So gebe es jetzt auch mehrere Fünf-Sterne-Ferienwohnungen.

Als klar gewesen sei, dass der Lockdown endet, seien auch die Buchungen gekommen: „Ab Mai ist es explodiert und wir waren voll bis Oktober.“ Und so geht es auch weiter, berichten Keihl und Lindlacher. „Die Menschen wollen reisen und vielen ist bewusst, dass sie früh buchen müssen“, sagt Keihl.

Mehr und länger im Ort

Es gebe noch freie Zimmer und Ferienwohnungen, aber die Nachfrage sei hoch. Erfreulich für Keihl: Die Touristen bleiben auch länger, weil sie ihren Haupturlaub im Achental verbringen. „In Grassau haben wir im Buchungssystem in den ersten drei Januarwochen schon einen weitaus höheren Umsatz als im kompletten Januar 2019, also vor der Pandemie“, sagt Lindlacher.

Hochwertiger seien die Buchungen in Grassau, sprich, es werden höhere Preise bezahlt. Und die Leute bleiben dort ebenfalls länger. „Im vergangenen Jahr waren es durchschnittlich 4,6 Tage, vor Corona 3,46 und jetzt sind wir bei sechs Tagen, die die Gäste bei uns verbringen“, sagt Lindlacher.

Ein großer Vorteil sei, dass über die Internetseite booking.com gebucht werden könne. „Dann sehen viele Gäste, dass die Ferienwohnung bei uns deutlich günstiger ist als im Skigebiet und kommen zu uns“, sagt Lindlacher. Diese Entwicklung sei noch recht neu, weil früher im Winter eigentlich kaum Gäste nach Grassau gekommen waren. „Da standen dann die Geranien in den Ferienwohnungen zum Überwintern“, sagt Lindlacher und lacht. Insofern freue man sich, dass der Wintertourismus wiederbelebt werden konnte.

Beim Achental--Tourismus wünscht man sich hingegen etwas mehr. „Für die Faschingsferien ist es noch eher verhalten“, sagt Keihl. Woran dies liege, sei schwer einzuschätzen: „Das ist sicherlich auch die Unsicherheit durch Omikron.“

Dass die Infektionszahlen im Landkreis Traunstein vergleichsweise hoch sind, ist inzwischen schon ein Thema bei den Gästen. „Es wird wahrgenommen, dass bei uns die Zahlen hoch waren“, sagt Keihl. Das sei schon auch ein Thema, mit dem ihre Mitarbeiter konfrontiert werden.

Tiefe Spuren im „Das Achental“

Omikron macht auch im Resort „Das Achental“ in Grassau Sorgen. „Die zwei Jahre Covid mit langen Lockdowns und nur kurzen sommerlichen Erholungsphasen haben tiefe Spuren hinterlassen und wir sind, denke, ich alle etwas mürbe und frustriert“, so Inhaber Dieter Müller im Gespräch mit den OVB-Heimatzeiungen.

Der regionale Lockdown letzten November sei für das Weihnachtsgeschäft zerstörerisch gewesen. „Wir sehen derzeit bei uns nur sehr verhalten Buchungsanfragen“, so Müller. Nach den vielen Investitionen in das Hotel und die Eröffnung des Gourmet-Restaurants „es:senz“ hofft Müller nun auf einen erfolgreichen Sommer.

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