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„Leidenschaft für die Gastronomie“

„Traunsteinfood“ auf Instagram – wer steckt hinter dem Kanal?

Instagramer Josef Reschberger lässt es sich beim Besuch eines Pop-up-Steakhauses am Chiemsee schmecken.
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Instagramer Josef Reschberger lässt es sich beim Besuch eines Pop-up-Steakhauses am Chiemsee schmecken.

Siegsdorf – Josef Reschberger (29) aus Siegsdorf hat einen Instagramkanal namens „Traunsteinfood“, in dem er über die Gastroszene zwischen Rosenheim und Salzburg berichtet. Reschberger, der selbst Restaurantleiter ist, über seinen Account, den Lockdown und die unvermeidlichen Käsespätzle.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Instagramkanal zur Traunsteiner Gastronomie zu machen?

Josef Reschberger: Ich bin häufig in München und dort gibt es viele Instagramseiten zu Restaurants. Im zweiten Lockdown bin ich dann auf die Idee gekommen, so etwas auch für unsere Region zu machen. Denn eigentlich geht man ja meist in die gleichen Cafés und Restaurants und probiert wenig Neues aus. Dann hab ich das einfach als Hobby gestartet. Am 14. März 2021 habe ich meinen ersten Post gemacht.

Wie ist das angekommen?

Reschberger: Recht gut, ist mein Eindruck. Es kamen relativ schnell auch Anfragen aus der Gastronomie. Denn die Wirte wissen, wie wichtig Social Media für sie geworden ist. In Zeiten von Corona erst recht. Junge Menschen informieren sich über die Sozialen Medien, auch beim Essen gehen.

Wie ist Ihr Kanal bekannter geworden?

Reschberger: Ich hab zum Beispiel einen Adventskalender gemacht. Da gab es jeden Tag ein Türchen mit einem Gastrogutschein aus der Region, der verlost wurde. Dann bin ich einfach auf verschiedene Wirte zugegangen und die Resonanz war super. Ich musste sogar bis zum 26. Dezember den Adventskalender laufen lassen, weil so viele mitmachen wollten. Das war wirklich für alle Seiten eine Win-Win-Situation.

Müssen die Wirte etwas zahlen?

Reschberger: Nein, das kostet nichts. Ich war ganz überrascht, wie großzügig die Wirte beim Gutschein waren. Und die Gewinner haben sich auch sehr gefreut.

Bekommen Sie auch schon Anfragen oder ist es noch so, dass Sie auf die Wirte zugehen?

Reschberger: Inzwischen melden sich auch einige bei mir, auch von Food Trucks habe ich schon Anfragen bekommen. Und das hat wohl funktioniert, der Besitzer hat mir gesagt, dass er dadurch viele neue Gäste bekommen hat. Inzwischen werde ich auch zu Neueröffnungen eingeladen, es spricht sich rum, dass ich da was mache.

Inzwischen haben Sie über 1500 Follower - wird das mal ein Ganztagsjob?

Reschberger: Ich mache in der Woche zwei bis drei Beiträge und in dem Rahmen möchte ich das auch beibehalten. Die Gastronomen können sich bei mir melden. Und ich berichte über neue Restaurants und Cafés, so eine Neueröffnung ist ja meist nicht so leicht.

War es Ihnen ein Anliegen, die Gastro in der Corona-Zeit zu unterstützen?

Reschberger: Ja, ich bin selbst Restaurantleiter und habe das live miterlebt. Mir war das wirklich wichtig, die Gastro zu unterstützen.

Wie beurteilen Sie die Gastroszene in Traunstein?

Reschberger: Ich glaube, in der Stadt ist es schon recht abwechslungsreich, aber es dürfte vielleicht noch ein bisschen mehr sein. Man hat aber selbst auch die Tendenz, immer in die gleichen Läden zu gehen. Da möchte ich Anregungen bieten.

Was fehlt in Traunstein?

Reschberger: Wir haben viel gutbürgerliche Küche, aber manchmal dürfte es noch ein bisschen jünger, moderner und spritziger sein. Online sieht man, dass zum Beispiel aus dem Maison de Lai viele Eindrücke geteilt werden. Da wird das Essen oft mit Trockeneis serviert, das dampft dann und macht online schon was her.

Wenn Sie sich selbst ein Restaurant schaffen könnten, wie wäre das dann?

Reschberger: Das wäre schön! (lacht) Ich glaube, ich würde was Modernes machen, auch von der Einrichtung her. Von der Küche her würde ich verschiedene Bowls und auch viele vegetarische Gerichte anbieten. Das ist in Traunstein noch ein bisschen ausbaufähig, wenn man nicht nur Käsespätzle essen möchte.

Was ist denn Ihre Leibspeise?

Reschberger: Ich liebe die asiatische Küche. Von der typisch chinesischen bis hin zur indischen Küche. Normalerweise mache ich jährlich eine große Reise von drei Wochen am Stück in die Länder und besuche ab und zu auch ehemalige Arbeitskollegen, mit denen ich gemeinsam auf den Aida-Kreuzfahrtschiffen gearbeitet habe.

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