Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weltpolitik-Planspiel Polis in Ising und Traunreut

„Ihr widert uns an!“ Wenn aus Schülern plötzlich Minister und Regierungschefs werden

Jugendoffizierin Annika Salomo berät beim Planspiel „Polis“ den Isinger Schüler August von der Schulenburg als Staatsminister Europas.
+
Jugendoffizierin Annika Salomo berät beim Planspiel „Polis“ den Isinger Schüler August von der Schulenburg als Staatsminister Europas.

Emma Schweier vom Isinger Gymnasium geht als NGO-Vertreterin den Staatsminister der USA an, den Finn Mayer aus ihrer Schule spielt. „Ihr widert uns an! Die USA ist der weltgrößte Müllproduzent – und will trotz Proteste nicht einmal den Grenzwert einhalten.“

von Walter Heil

Ising/Traunreut – Emma Schweier ist einer der Schülerinnen und Schüler aus Ising und Traunreut, die im Jugendgästehaus Teisendorf am weltumfassenden Planspiel „Polis“ teilnehmen. Dieses Simulationsspiel steht für Politik und internationale Sicherheit und war seinerzeit an der Universität Erlangen entwickelt worden, um den Studenten die Weltpolitik näher zu bringen. Seit 1989 nutzt es die Bundeswehr für ihre Öffentlichkeitsarbeit.

In diesen drei Tagen übernahmen die Zehntklässler vom Isinger Gymnasium und die Elftklässler vom Traunreuter Gymnasium veschiedene Rollen: Als Staatsminister, Regierungschef und Wirtschafts- und Umweltminister vertreten die Schüler große Flächenstaaten wie Russland oder China und Regionen wie Europa und Ozeanien. Daneben leiten sie die Weltbank der Vereinten Nationen und arbeiten als internationale Journalisten und Vertreter der NGO’s, also der Nichtregierungsorganisationen. Letztere vertreten Emma Schweier und zwei weitere Schülerinnen aus Traunreut. In der ersten Runde stellten die Politiker ihren eigenen Staat und die vorgegebene Ausgangslage vor. Aber sofort dringen neue Nachrichten ins friedliche Teisendorf: Urwald-Abholzung in Südamerika, Waldbrände in Australien, Militarisierung Russlands, Unwetter in Ozeanien.

„Europa lebt in Saus und Braus“

Jede der zwölf Regionen hat schlechte Nachrichten erhalten und muss nun reagieren: Kampagnen starten, Gelder investieren, bilaterale Verträge abschließen. Dazu handeln die Wirtschaftsminister mit Agrar-und Industriegütern, und die Staatsminister versuchen auf der riesigen Weltkarte sicherheitsgefährdende Brände zu löschen.

„Europa lebt in Saus und Braus, hortet Eicheln wie Eichhörnchen für den Winter. Indien hungert dagegen.“ Weltbankspräsident David Manlik vom Isinger Gymnasium greift in seiner Rede bei der UN-Vollversammlung die Europäer an. In einem anderen Antrag wird gefordert, dass Russland für seine Aggression in Zentralasien sanktioniert wird. Hier greift Bundeswehr-Jugendoffizier Dirk Klages ins Polis-Spiel ein, der zusammen mit Jugendoffizier Annika Salomo leitet.

Wie agiert die UN im Ukrainekonflikt?

Er erklärt den Schülern, wie die UN aktuell im echten Leben beim Russland-Ukraine-Konflikt agiert hat und wie dennoch ein Veto gegen die von den meisten Staaten beschlossenen Russland-Sanktionen eingelegt wurde.

Zurück im Planspiel loben die Jugendoffiziere, dass diese sehr gut in ihre jeweiligen Rollen schlüpfen, und geben Tipps zum Halten von Reden vor großem Publikum – denn jeder Einzelne muss mal ran. Und schon kommt die nächste Hiobsbotschaft: schwere Unwetter über Ozeanien.

Kommentare