Der eiskalte Wind kann gefährlich werden!

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Landkreis - Wettermäßig kann es am Wochenende spannend werden. Strammer Wind sorgt für extreme Schneeverwehungen - was durchaus gefährlich werden kann:

Die kommenden Tage werden noch mal sehr spannend. Heute und morgen sorgt in den Mittelgebirgen ein strammer Wind für extreme Schneeverwehungen. Die Straßen können teilweise unpassierbar werden. Problem: Besonders der Samstag bringt viel Sonnenschein und wird viele Menschen in die höheren Lagen locken, um die Winterlandschaft zu genießen. Dort oben kann es dann aber richtig unangenehm sein.

„Durch den strammen Wind fühlen sich die Temperaturen bereits heute deutlich eisiger an, als sie eigentlich sind. So werden heute auf dem Feldberg im Schwarzwald minus 10 Grad gemessen, bei Orkanböen bis 120 km/h fühlt sich das aber wie minus 26 bis minus 28 Grad an. Da können Erfrierungen drohen“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Was kommt nach dem "Eiswind"?

Ab Sonntagabend ziehen dann aus Osten noch mal Schnee- und auch Regenfälle auf. Von Berlin, Brandenburg, über Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen bis nach Bayern und Baden Württemberg droht dann erhebliche Glätte und das bis in die Morgenstunden des Montags. Im Berufsverkehr muss man vor allem in Süddeutschland mit erheblichen Behinderungen rechnen, denn es schneit bis ganz runter.

Doch dann ist es vorbei. Hoch Gabriela macht den Deckel zu und sorgt dann etliche Tage trockenes, und zeitweise auch sonniges Wetter. Das Hoch zieht mit seinem Zentrum von Irland Richtung Mitteleuropa. Dabei bringt es auch langsam mildere Luft mit. Daher steigen die Höchstwerte im Lauf der kommenden Woche auf 2 bis 10 Grad. Dabei bleibt es im Süden noch am kühlsten, denn die bodennahe Kaltluft ist sehr zäh.

Nach aktuellem Stand könnte das umfangreiche Hoch bis über die Monatsmitte hinaus bestand haben! „Das wären ideale Aussichten für die Straßenfastnacht. Von oben würde es nur noch Kamellen oder Bonbons regnen. Schnee oder Regen wäre von Altweiberfastnacht bis Fastnachtsdienstag so gut wie nirgendwo in Sicht“, verspricht Wetterexperte Jung.

Wie geht's mit dem Winter weiter?

Für den Flachlandwinter wird es nun immer enger. Der Februar ist der letzte meteorologische Wintermonat. In den Niederungen ist bisher kaum eine geschlossene Schneedecke zu finden. Dank Hoch Gabriela wird sich daran im Westen und Norden kaum noch etwas ändern.

Der Winter 2014/2015 war unterm Strich deutlich zu mild. Es gab genau zwei winterliche Episoden: eine zwischen Weihnachten und Neujahr und die zweite Ende Januar/Anfang Februar. Dazwischen war es mild und das teilweise mit Jahrhundertrekorden! „Da Hoch Gabriela durchaus Stehvermögen beweisen könnte, dürfen wir vom Hochwinter nicht mehr allzu viel erwarten“, erklärt Wetterexperte Jung.

Pressemeldung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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